Poltergeist II – Die andere Seite (1986) – [UNCUT]

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Familie Freeling hat die Siedlung Cuesta Verde verlassen und im fernsehfreien Haus von Dianes Mutter Zuflucht gefunden. Aber auch hier schlagen die Poltergeister zu. So wird Vater Steve von einem Wurm terrorisiert, der zum Monster mutiert…


Poltergeist II – Die andere Seite


Inhalt:

Familie Freeling hat die Siedlung Cuesta Verde verlassen und im fernsehfreien Haus von Dianes Mutter Zuflucht gefunden. Aber auch hier schlagen die Poltergeister zu. So wird Vater Steve von einem Wurm terrorisiert, der zum Monster mutiert…


Poltergeist II ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Regisseur Brian Gibson aus dem Jahr 1986. Er ist die Fortsetzung zum erfolgreichen Kultfilm Poltergeist von Tobe Hooper aus dem Jahr 1982. Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) produzierte den Film und übernahm auch den Verleih. Poltergeist II kam am 23. Mai 1986 in die US-amerikanischen und am 18. September 1986 in die deutschen Kinos.


Handlung:

Der Indianer Taylor wird von Tangina zur Ausgrabungsstätte unter dem zerstörten Freeling-Haus gerufen und geht mit ihr hinunter in eine dunkle Höhle, in welcher sie verweste Skelette finden. Tangina spürt dabei eine dunkle und böse Macht und ahnt, dass sich hier Schreckliches zugetragen haben muss. Taylor möchte nun von Tangina wissen, wo die Familie Freeling jetzt lebt.

Vier Jahre nach den schrecklichen Ereignissen im Haus der Freelings lebt die Familie seit ihrer Flucht bei Dianes Mutter Jessica im Haus auf dem Land. Seither haben sich die übernatürlichen Begabungen Carol Annes nicht mehr bemerkbar gemacht. Die Großmutter spürt jedoch, dass Carol Anne etwas ganz Besonderes ist und dieselben Fähigkeiten besitzt, Dinge zu sehen wie sie einst waren. Am nächsten Tag trifft Carol Anne im Einkaufszentrum zum ersten Mal auf den unheimlichen alten Mann mit Hut, den sie einen Tag zuvor gemalt hat. Carol Anne zeichnet übernatürliche Dinge, die sie sieht, schreckliche Dinge von Geistern und Dämonen. Jessica versucht vergebens, Diane zu erklären, was diese Zeichnungen zu bedeuten haben, doch Diane möchte davon zunächst nichts wissen, weil sie sich nicht an diese grausame Zeit erinnern und nicht wahrhaben möchte, dass auch Carol Anne diese Fähigkeiten besitzt.

Eines Nachts klingelt Carol Annes Spielzeugtelefon, und jemand redet mit ihr. In dieser Nacht stirbt die Großmutter, Dianes Mutter. In der nächsten Nacht passieren einige seltsame Dinge. Diane hat einen schrecklichen Alptraum von Zombies, die sie angreifen, und über dem Haus braut sich eine dunkle Wolke zusammen. Im Zimmer von Carol Anne und Robbie spielt plötzlich das Spielzeug verrückt, und das Spielzeugtelefon fängt an zu läuten, auf dem sie scheinbar Großmutter Jessica anruft. Das ganze Haus fängt an zu vibrieren und zu poltern, und die Freelings wollen gerade aus dem Haus flüchten, als Taylor vor der Tür steht. Sie springen ins Auto und fahren zu einem Diner. Dort treffen sie abermals auf Taylor, welcher ihnen erklärt, dass er ihnen helfen kann. Er segnet und reinigt das Haus und erklärt ihnen, dass er es vorerst beschützen kann.

Doch am nächsten Tag taucht wieder dieser unheimliche Mann auf und möchte ins Haus kommen. Er erzählt ihnen, dass er mit ihnen reden möchte. Er stellt sich als Reverend Henry Kane vor und möchte sie vor Taylor warnen. Plötzlich bekommt Diane Visionen von diesem merkwürdigen Kane in einer Höhle. Kane versucht derweilen, Steven davon zu überzeugen, ihn ins Haus zu lassen, bevor es zu spät ist, doch Steven kann ihm noch widerstehen, und Kane verschwindet. Taylor macht nun Steven darauf aufmerksam, dass dieser Mann dafür verantwortlich ist, was mit ihnen geschieht und er wiederkommen wird.

Das Böse dringt am Abend nun ungehindert in das Haus ein und greift zuerst Robbie an. Danach macht sich Kane nun als Poltergeist bemerkbar und berichtet, dass er nicht tot sei und sie ihn nicht vertreiben können. Taylor erklärt ihnen nun, dass er eine böse Seele eines Dämons ist, die nicht wahrhaben will, dass sie tot ist und nun in diese Welt eindringt, um Carol Anne dazu zu benutzen, ins Licht übergehen zu können.

Der Dämon ergreift am nächsten Abend nun Besitz von Carol Annes Vater Steven, um ihn gefügig zu machen und Carol Anne so zu sich zu holen und ins Jenseits zu entführen. Der Plan misslingt durch die Liebe zu Diane. Nun zeigt der Dämon sein wahres Gesicht in Form eines schrecklich hässlichen Monsters und zwingt die Freelings erneut, Heim und Besitz hinter sich zu lassen.

Sie machen sich nun auf den Weg, um das Böse ein für alle Mal zu besiegen, damit sie wieder in Ruhe leben können. Sie fahren zusammen zur Ruine ihres Hauses und steigen zusammen mit Tangina in die Tiefen hinab, um sich den dunklen Mächten zu stellen und den Dämon zu bekämpfen. Sie finden nun dutzende Skelette der Menschen, die hier unten sterben mussten. Der fanatische Gläubige Kane führte vor vielen Jahren eine Gruppe von Menschen in die Höhle, weil er ihnen damit vortäuschen wollte, das der Weltuntergang bevorstehe und ließ sie nicht mehr gehen. Er blockierte den Ausgang der Höhle, und die Menschen konnten sich nicht mehr befreien, sie mussten qualvoll ersticken. Nun wollen diese ruhelosen Seelen, denen das Leben so grausam genommen wurde, Carol Anne zu sich holen, damit sie sie ins Licht führe, um ihren Frieden zu finden. Doch Kane möchte dies verhindern und reißt Carol Anne und Diane an sich. Nur die Liebe ihrer Familie kann sie jetzt noch retten. Auch Taylor kommt hinzu und hilft mit seinen magischen Kräften, den Dämon zu vertreiben. Dieser reißt nun abermals Carol Anne an sich und zieht sie mit ins Jenseits. Doch plötzlich taucht der Geist von Gramma Jessica auf und bringt Carol Anne zurück zu ihrer Familie.

Am Ende verschenkt Steven aus Dank für die Hilfe sein altes klappriges Auto an Taylor, der nun schleunigst damit verschwindet. Doch nun wissen die Freelings nicht, wie sie nach Hause kommen sollen und rufen Taylor hinterher.


Hintergrund:

Die Dreharbeiten mit einem Budget von rund 19 Millionen US-Dollar fanden unter anderem in Canyon de Chelly Chinle (Arizona) und Red Rock Canyon State Park Cantil (Kalifornien) statt. Allein in den USA spielte der Film am Startwochenende vom 23. Mai bis 26. Mai 1986 rund 12,3 Millionen US-Dollar und insgesamt rund 41 Millionen US-Dollar wieder ein. Damit übertraf er sogar das Startergebnis des ersten Films, welcher in den Vereinigten Staaten am Startwochenende nur 7 Millionen US-Dollar einbrachte, allerdings auch nur in knapp der Hälfte der Kinos. Lief Poltergeist I lediglich in 890 US-Lichtspielhäusern, so brachte es Poltergeist II schon auf 1590. Das Gesamteinspielergebnis von Poltergeist I, der allein in den USA rund 77 Millionen US-Dollar einbrachte, konnte Poltergeist II aber letztendlich nicht erreichen auch nicht die Langlebigkeit in den Kinos, Poltergeist I lief sage und schreibe ganze 22 Wochen in den US Kinos, stolze 16 Wochen mehr als sein Nachfolger, der schon nach 6 Wochen aus dem Spielplan entfernt wurde. Somit bleibt der erste Film der erfolgreichste der Serie.

Nach katastrophalen Testvorführungen ordnete das Studio umfangreiche Nachbearbeitungen an, der Film wurde ohne Regisseur Brian Gibsons Zustimmung von insgesamt 130 Minuten Laufzeit auf 92 Minuten heruntergekürzt. Sämtliche Kürzungen betreffen fast ausschließlich Dialogszenen, unter anderem sogar einige wichtige, welche die verstrichenen Jahre zwischen Teil 1 und 2 beschreiben, Tanginas Besessenheit, die wahren Hintergründe herauszufinden, sowie weitere Informationen über Kane und seine Sekte und einem kurzen, erklärenden Dialog, der Tochter Danas Abwesenheit mit ihrem Collegebesuch erklärt. Anscheinend aber rettete diese Maßnahme den Film vor einem Desaster, denn laut mehrerer Mitarbeiter zeichnete sich Regisseur Gibson eher durch sein mangelndes Talent und seine irrationalen Entscheidungen aus, so dass Poltergeist II lediglich durch die Nachbearbeitung gerettet wurde.

Darsteller Will Sampson (Taylor) starb ca. ein Jahr nach der Premiere des Films an Komplikationen bei einer Herzoperation, ähnlich wie Darstellerin Dominique Dunne (Dana), die ein halbes Jahr nach der Premiere des ersten Poltergeist-Films von ihrem Ex-Freund ermordet wurde. Auch in Poltergeist III – Die dunkle Seite des Bösen gab es einen Todesfall, als die zwölfjährige Carol-Anne-Darstellerin Heather O’Rourke nach einer Notoperation wegen eines Darmverschlusses verstarb.

Das Design der Dämonen stammt vom Schweizer Surrealisten H. R. Giger.

Die Rolle des Reverend Kane wurde von dem Schauspieler und Performancekünstler Julian Beck übernommen, der einen Monat nach Ende der Hauptdreharbeiten, am 14. September 1985, an Magenkrebs verstarb.


Auszeichnungen:

1987 wurde der Film unter anderen bei den Academy Awards in der Kategorie Beste Special Effects für den Oscar nominiert.

Bei den Saturn Awards gab es Nominierungen für die Kategorien Bester Horrorfilm und Beste Special Effects.

Des Weiteren gewann Jerry Goldsmith einen Preis bei den BMI Film und TV Awards den BMI Film Music Award in der Kategorie Bester Original Soundtrack.

Weitere Nominierungen gab es für Heather O’Rourke bei den Young Artist Awards und – wenig schmeichelhaft – für Zelda Rubinstein als schlechteste Nebendarstellerin bei der Goldene Himbeere.


Quelle: Wikipedia

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