Psycho (1960)

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Die Angestellte Marion Crane (Janet Leigh) unterschlägt 40.000 $ und flüchtet im Auto in Richtung Kalifornien. Wetterbedingt steigt Marion in Bates Motel ab. Wenig später wird sie unter der Dusche erstochen. Als Marions Schwester und Marions Verlobter aus Sorge bei Norman Bates (Anthony Perkins), dem Besitzer von Bates Motel eintreffen, kommen sie dem grausigen Geheimnis auf die Spur.



Psycho


Inhalt:

Die Angestellte Marion Crane (Janet Leigh) unterschlägt 40.000 $ und flüchtet im Auto in Richtung Kalifornien. Wetterbedingt steigt Marion in Bates Motel ab. Wenig später wird sie unter der Dusche erstochen. Als Marions Schwester und Marions Verlobter aus Sorge bei Norman Bates (Anthony Perkins), dem Besitzer von Bates Motel eintreffen, kommen sie dem grausigen Geheimnis auf die Spur.

Psycho ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Alfred Hitchcock aus dem Jahre 1960. Der für vier Oscars nominierte Film gilt als eines von Hitchcocks zentralen Werken und ist ein bedeutender Klassiker des amerikanischen Kinos. Das American Film Institute wählte Psycho im Jahr 2001 auf den ersten Rang der 100 besten amerikanischen Thriller.

Die Szene, in der die weibliche Hauptfigur unter der Dusche erstochen wird, zählt sowohl visuell als auch musikalisch zu den bekanntesten und meistzitierten Szenen der Filmgeschichte. Auch die von Anthony Perkins verkörperte Figur des psychopathischen Serienmörders Norman Bates hat Berühmtheit erlangt.

Als Vorlage des Films diente der gleichnamige Roman von Robert Bloch.


Handlung:

Marion Crane, eine Sekretärin aus Phoenix, ist es leid, sich mit ihrem Freund Sam nachmittags heimlich in billigen Absteigen treffen zu müssen. Sie möchte ihn endlich heiraten. Er fühlt sich jedoch finanziell noch nicht genug abgesichert, als dass er ihr ein sicheres Leben ermöglichen könnte.

Marion wird von ihrem Arbeitgeber beauftragt, für einen Kunden 40.000 Dollar zur Bank zu bringen. Sie beschließt, das Geld zu unterschlagen, und meldet sich bei der Arbeit krank. Marion verlässt mit dem Geld die Stadt, was ihr Chef zufällig sieht. Während der Fahrt erregt sie durch ihr sonderbares Verhalten die Aufmerksamkeit eines Polizisten, der sich eine Weile lang an ihre Fersen heftet. Das hastige Tauschen ihres Wagens gegen einen anderen weckt den Argwohn eines Autohändlers.

Von diffusen Ängsten verfolgt, erreicht Marion im strömenden Regen schließlich ein abseits der Hauptstraße gelegenes Motel. Dessen junger Eigentümer, Norman Bates, lebt mit seiner Mutter nebenan in einem viktorianischen Haus. Norman erzählt Marion, dass er keinerlei Freunde habe und alleine mit seiner kranken Mutter sehr zurückgezogen auf diesem Anwesen lebe. Der junge, etwas verklemmt wirkende Mann entwickelt ein deutliches Interesse an der attraktiven Frau und lädt sie zum Abendessen ein.

Er geht vom Motel in das Haus, um das Abendessen vorzubereiten. Marion hört durch das offene Fenster eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen dem jungen Mann und seiner Mutter, die ihm Kontakte zu Frauen verbieten will, die sie für „schmutzig“ hält.

Danach bringt Norman Bates das Abendessen ins Motel. Während des gemeinsamen Essens kommen Norman und Marion ins Gespräch. Norman erwähnt sein Hobby, das Präparieren von Vögeln, und kommt auch auf seine Mutter zu sprechen. Er bezeichnet sie als „harmlos“, nur „manchmal ein bisschen bösartig“. Er äußert auch, dass er keine Freunde brauche, denn der beste Freund eines Mannes sei seine Mutter.

Marion hadert vor dem Schlafengehen mit sich und überlegt, das gestohlene Geld zurückzubringen. Es sieht so aus, als sei sie mit sich im Reinen, als sie unter die Dusche geht. Dort wird sie brutal von einer Gestalt in Frauenkleidern erstochen. Norman entdeckt die Leiche und ist bestürzt über die Tat, die anscheinend seine herrschsüchtige Mutter begangen hat. Er beseitigt sorgfältig alle Spuren der Tat, verstaut Marions Leiche samt Gepäck – darin das gestohlene Geld, von dem er nichts weiß – in ihrem Auto und versenkt es in einem Sumpf hinter dem Motel.

Marions Arbeitgeber ist von einer Affekthandlung seiner Angestellten überzeugt. Anstatt sie bei der Polizei anzuzeigen, schickt er den Privatdetektiv Arbogast auf die Suche nach dem verlorenen Geld. Auch Marions Schwester Lila ist besorgt und macht sich mit Marions Freund Sam auf die Suche. Arbogast klappert sämtliche Hotels und Motels der Umgebung ab und stößt schließlich auf Bates, dem er misstraut, da sich dieser in Widersprüche verwickelt und etwas zu verheimlichen scheint. Bates weigert sich auch, ihn zu seiner Mutter vorzulassen, was den Detektiv besonders neugierig macht.

Nachdem er Lila am Telefon von seinem Verdacht berichtet hat, kehrt Arbogast heimlich in das Haus zurück, um mit Normans Mutter zu sprechen. Diese überrascht ihn im ersten Stock mit einem großen Messer und sticht auf ihn ein. Arbogast fällt die Treppen hinunter und stirbt. Norman übernimmt erneut die „Aufräumarbeiten“.

Alarmiert von Arbogasts Bericht und seinem Verschwinden, fahren Lila und Sam selbst zu Normans Motel. Sie werden vom örtlichen Sheriff informiert, dass Mrs. Bates schon seit zehn Jahren auf dem örtlichen Friedhof begraben sei. Die beiden beschließen, sich inkognito in Bates’ Motel einzumieten, um mit Normans Mutter sprechen zu können. Während Sam Norman ablenkt, sieht sich Lila in dem alten Haus um. Sie sucht das Zimmer von Mrs. Bates auf, das aber leer ist. Lila bemerkt, dass Normans Zimmer voll mit alten Spielsachen ist. Norman schöpft Verdacht, schlägt Sam nieder und eilt zum Haus. Lila gelingt es, sich im Keller des Hauses zu verstecken. Dort findet sie die auf einem Stuhl platzierte, mumifizierte Leiche von Normans Mutter.

Norman betritt plötzlich mit Perücke und in den Kleidern seiner Mutter den dunklen Kellerraum und versucht, auch Lila zu erstechen. Sie entgeht nur knapp dem Tod, da es Sam im letzten Moment gelingt, Norman zu überwältigen.

Im Polizeirevier erfährt der Zuschauer von Normans gespaltener Persönlichkeit: Einerseits ist er ein schüchterner, unauffälliger junger Mann, andererseits verkörpert der andere Teil seiner Persönlichkeit seine herrschsüchtige Mutter. Zehn Jahre zuvor hatte Norman sie und ihren Liebhaber aus Eifersucht vergiftet. Als Mrs. Bates, deren Tod für einen Selbstmord gehalten wurde, begraben werden sollte, stahl er ihren Körper und konservierte ihn, um das Verbrechen gewissermaßen ungeschehen zu machen. So lebt er mit seiner verstorbenen Mutter zusammen und spricht mit ihr, indem er ihre Stimme imitiert. Norman übernimmt die Rolle der eifersüchtigen Mutter und ermordet – in Frauenkleidern – die jungen Frauen, an denen er interessiert ist. Nach jedem Mord schimpft er mit seiner „kranken“ Mutter und beseitigt die Spuren „ihres“ Verbrechens. In der vorletzten Einstellung des Films sieht man ihn in einer Zelle sitzen und hört seinen inneren Monolog, aus welchem hervorgeht, dass die Persönlichkeit der Mutter vollständig von seiner Seele Besitz ergriffen hat und er sich für seine Mutter hält. In der letzten Einstellung sieht man, wie das Auto aus dem Sumpf gezogen wird.


Quelle: Wikipedia

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