Monuments Men – Ungewöhnliche Helden (2014)

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Im Jahr 1943 ist der zweite Weltkrieg schon weit fortgeschritten, die Welt wartet auf die Invasion der Allierten, als der Kunsthistoriker Frank Stokes (George Clooney) die US-Regierung überzeugen kann, daß sie ein Programm zur Rettung und zum Schutz von Kunstwerken und Denkmälern einrichten soll. Doch als die deutsche Armee immer weiter zurückgedrängt wird, befürchtet Stokes, daß der Plan „Nero“ umgesetzt wird und die Nazis alle Kunstwerke eher zerstören würden, als sie den Allierten zu überlassen.


Inhalt:

Im Jahr 1943 ist der zweite Weltkrieg schon weit fortgeschritten, die Welt wartet auf die Invasion der Allierten, als der Kunsthistoriker Frank Stokes (George Clooney) die US-Regierung überzeugen kann, daß sie ein Programm zur Rettung und zum Schutz von Kunstwerken und Denkmälern einrichten soll. Doch als die deutsche Armee immer weiter zurückgedrängt wird, befürchtet Stokes, daß der Plan „Nero“ umgesetzt wird und die Nazis alle Kunstwerke eher zerstören würden, als sie den Allierten zu überlassen. Also sammelt er ein Team von Kollegen und verwandten Seelen zusammen und unterbreitet ihnen einen kühnen Plan: die Reise an die Kampfzone, um so viele Verstecke und Lager wie möglich auszumachen und zu retten, was zu retten ist. Gemeinsam mit Restaurationsexperten James Granger (Matt Damon), dem Architekten Richard Campbell (Bill Murray), dem Bildhauer Walter Garfield (John Goodman), dem Kunsthändler Jean Claude Clermont (Jean Dujardin), Kunsthistoriker Preston Savitz (Bob Balaban) dem Briten Donald Jeffries (Hugh Bonneville) durchsteht Stokes – sie sind allesamt keine geschulten Soldaten – die Grundausbildung und werden nach Europa verschickt. Dort geraten die Kunstexperten bei ihren Rettungsmissionen schon sehr bald verstärkt ins Kreuzfeuer an den Frontlinien…


Monuments Men – Ungewöhnliche Helden (Originaltitel: The Monuments Men) ist ein deutsch-amerikanischer Spielfilm, der am 7. Februar 2014 seine Premiere hatte. Regie führte George Clooney, der auch die Hauptrolle übernahm. Basierend auf dem Buch The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History von Robert M. Edsel, erzählt der Film die Geschichte der Monuments, Fine Arts, and Archives Section, einer Abteilung zum Schutz des Kunstguts während des Zweiten Weltkriegs.


Handlung:

Der Kunstprofessor Frank Stokes kann den US-amerikanischen Präsidenten Roosevelt überzeugen, während der Endphase des Zweiten Weltkriegs eine siebenköpfige Truppe von Kunstschutzsoldaten – die sogenannten Monuments Men – nach Europa zu schicken. Die Gruppe besteht aus Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistorikern und soll den Verbleib der von den Nationalsozialisten verschleppten Kunstwerke und Schätze historischen Wertes aufklären, diese direkt hinter der vorrückenden Frontlinie sicherstellen und ihre Rückführung vorbereiten. Ergänzt wird die Gruppe durch einen deutschstämmigen Soldaten sowie je einen britischen und französischen Offizier.

Stokes erklärt zunächst, dass kein Kunstwerk den Verlust eines Menschlebens rechtfertige.

In Frankreich angekommen, werden die Monuments Men in kleine Gruppen aufgeteilt und mit verschiedenen Aufgaben betraut.

James Granger reist ins eben erst befreite Paris, um den Verbleib gestohlener Kunstwerke jüdischer Eigner zu ermitteln und diese wenn möglich zurückzugeben. Er bittet Claire Simone um Hilfe, die zuvor zwangsweise für den deutschen Offizier Viktor Stahl gearbeitet hat. Stahl hatte vor dem Abzug aus Paris zahlreiche Kunstwerke nach Deutschland gebracht. Claire aber verweigert zunächst die Zusammenarbeit mit Granger, da sie fürchtet, die Amerikaner würden nun ihrerseits die Kunstschätze an sich nehmen.

Der Brite Donald Jeffries soll als Verbindungsoffizier zur kämpfenden Truppe dafür sorgen, dass diese nicht aus Versehen wichtige Kunstschätze in Belgien zerstören. Weil der kommandierende Offizier sich weigert, Maßnahmen zum Schutz der Brügger Madonna zu ergreifen, dringt Jeffries einen Tag vor deren kampfloser Befreiung eigenmächtig in die Stadt ein, um die Madonna zu schützen. Er wird allerdings von einem Nazi-Kommando entdeckt und erschossen. Die Madonna wird geraubt.

Jean-Claude Clermont stirbt an den Schussverletzungen, die er erleidet, als er in einem Jeep mit Walter Garfield von abziehenden deutschen Truppen beschossen wird.

Bereits zuvor wollen belgische Priester den Genter Altar von Jan van Eyck vor den Nazis schützen. Nachts zerlegen sie ihn in die einzelnen Tafeln und verladen diese auf einen Lkw. Die Ladung wird allerdings von den Nazis entdeckt und der Altar ebenfalls gestohlen.

Stokes und seine Männer gelangen in den Besitz eine Karte mit Standorten, an die die Nazis die geraubten Kunstgegenstände gebracht haben. Allerdings können sie an den betreffenden Orten keine Kunst finden, bis sie auf die Idee kommen, in Bergwerken nahe diesen Orte danach zu suchen. Nachdem sie die zugemauerten Stollen geöffnet haben, können sie riesige Mengen an Kunstgegenständen sicherstellen. In einem Bergwerk entdecken sie tonnenweise Goldbarren – die Devisenreserve der Reichsbank. Als Konsequenz des Nerobefehls finden sie von den Werken moderner Künstler wie Klee und Picasso nur noch verbrannte Überreste.

Nach Ende des Krieges beginnt ein Wettlauf gegen die Sowjetarmee. Stokes hat inzwischen erfahren, dass die Sowjets Kunstschätze aus den von ihnen befreien Gebieten als Reparationen nach Russland hat bringen lassen. Das Bergwerk, in dem die Monuments Men u. a. den Genter Altar vermuten, liegt jedoch in der designierten Sowjetischen Besatzungszone. Kurz vor Eintreffen der sowjetischen Soldaten gelingt es den Monuments Men, die Tafeln des Altars und die Brügger Madonna zu sichern, für deren Schutz Jeffries sein Leben ließ.

In die USA zurückgekehrt, erstattet Stokes Roosevelt Bericht über den Verlauf der Mission und die Opfer Clermont und Jeffries. Vom Präsidenten befragt, ob er angesichts der beiden Gefallenen inzwischen der Meinung sei, die Rettung der Kunstschätze rechtfertige den Verlust von Menschenleben, antwortet Stokes mit ja. In der Schlussszene sieht man den alten Stokes, wie er im Jahre 1977 die Brügger Madonna mit seinem Enkel besichtigt.


Veröffentlichung:

Ursprünglich sollte der Film am 18. Dezember 2013 veröffentlicht werden. Am 8. August 2013 wurde ein Trailer veröffentlicht, am 22. Oktober 2013 der Filmstart wieder auf einen unbestimmten Zeitpunkt im Februar 2014 verschoben. Am 24. Oktober 2013 wurde bekannt, dass der Film am 7. Februar 2014 auf den 64. Internationalen Filmfestspielen Berlin („Berlinale“) seine Internationale Premiere feiern werde. Der Verleiher Fox Deutschland bringt den Film zum bundesweiten Kinostart am 20. Februar 2014 heraus.


Produktion:

Monuments Men ist eine deutsch-amerikanische Koproduktion. Die Dreharbeiten fanden nahezu komplett in Deutschland statt. Das in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam ansässige Studio Babelsberg ist sowohl Koproduzent (Studio Babelsberg AG) als auch ausführende Produktionsfirma (Studio Babelsberg Motion Pictures). Weiterhin wurde der Film hauptsächlich in den Studiohallen und Außenkulissen der Babelsberger Filmstudios gedreht.

Erste Treffen vor Ort und Vorbereitungen, wie Motivsuche und Ähnliches, fanden im Frühjahr/Sommer 2012 in Potsdam statt; die offiziellen Dreharbeiten dauerten von Anfang März bis Ende Juni 2013.

Die 40 Drehorte befanden sich neben dem Studiogelände in den deutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg (Potsdam und Umgebung), Niedersachsen (Bad Grund (Harz), Goslar) und Sachsen-Anhalt (Halberstadt, Merseburg, Osterwieck). So entstanden beispielsweise winterliche Waldaufnahmen eines US-Camps in den Waldgebieten an der Moorlake in Berlin-Wannsee, das alte Kasernengelände Krampnitz in Potsdam fungierte als Kriegsschauplatz und der Halberstädter Dom diente als Originalmotiv; jedoch das im Film vorkommende Schloss Neuschwanstein wurde im Potsdamer Studio Babelsberg nachgebaut. Die in Merkers geplanten Dreharbeiten wurden nicht umgesetzt.

Es wurden über 10.200 Komparsenauftritte verzeichnet.

Der Film wurde vom Deutschen Filmförderfonds (DFFF), vom Medienboard Berlin-Brandenburg und von der Mitteldeutschen Medienförderung gefördert.


Bedeutung des Films für aktuelle Fragestellungen:

Im November 2013 erhielt der Film durch die Berichterstattung und die öffentliche Diskussion um den Schwabinger Kunstfund eine unerwartete Aktualität. Die Monuments Men hatten 1945 125 Werke aus Hildebrand Gurlitts Kunstsammlung sichergestellt und 1950 zurückgegeben. Sie waren ein Teil der Kollektion, die 2012 bei seinem Sohn Cornelius durch die Staatsanwaltschaft Augsburg beschlagnahmt worden war.

Während der Präsentation des Films auf der Berlinale äußerte sich George Clooney zugunsten einer Rückgabe jener Fragmente der Akropolis, die sich als „Elgin Marbles“ in London befinden. Als er diese Meinung wiederholte, wurde er von Londons Bürgermeister Boris Johnson bezichtigt, eine „Agenda der Beutekunst wie einst Hitler“ zu verfolgen.

Im Hinblick auf die Raubgrabungen und die Antikenhehlerei, die derzeit im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien unzählige archäologische Fundstellen vernichtet, setzt beispielsweise die UNESCO darauf, dass der Film dem Thema Kulturgüterschutz weiteres öffentliches Interesse und mediale Aufmerksamkeit bringt.


Trivia:

Stokes (George Clooney) erhält bei einem Versorgungsposten ein zweites Paar Schuhe der Größe „11“, Stokes erwidert, dass er aber nur Größe „9“ habe. Es ist eine Anlehnung an Ocean’s 11: Hier spielten inklusive Clooney elf Schauspieler in seinem Team, in The Monuments Men sind es nur neun Schauspieler, die das Team bilden.


Literatur:

Robert M. Edsel mit Bret Witter: Monuments Men. Die Jagd nach Hitlers Raubkunst. Wilhelm Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-43764-7. (Die amerikanische Originalausgabe dieses Buches erschien 2010 bei Center Street in New York und war die Vorlage für den Film)


Quelle: Wikipedia

 

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