Fack ju Göhte (2013)

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Nach 13 Monaten kommte Zeki Müller (Elyas M’Barek) endlich aus dem Knast, um sich das Geld zu holen, das er bei seinem Bankraub erbeutet hatte und das seine alte Freundin Charlie (Jana Pallaske) für ihn versteckt hatte. Die Prostituierte holt ihn auch vor dem Gefängnis mit seinem Wagen ab und erklärt ihm, wo sich der Sack mit dem Geld befindet, aber damit fangen die Probleme erst an.


Inhalt:

Nach 13 Monaten kommte Zeki Müller (Elyas M’Barek) endlich aus dem Knast, um sich das Geld zu holen, das er bei seinem Bankraub erbeutet hatte und das seine alte Freundin Charlie (Jana Pallaske) für ihn versteckt hatte. Die Prostituierte holt ihn auch vor dem Gefängnis mit seinem Wagen ab und erklärt ihm, wo sich der Sack mit dem Geld befindet, aber damit fangen die Probleme erst an.

Sie hatte es zu gut gemeint und die Beute in der Baugrube neben einem Schulgebäude versteckt, nur steht dort jetzt eine neue Turnhalle. Zeki wird klar, dass er graben muss, aber dafür muss er sich legal auf dem Schulgelände aufhalten können. Spontan bewirbt er sich für eine Hausmeisterstelle, kann auch seine Konkurrenten problemlos austricksen und bekommt den Job, aber als Aushilfslehrer, den die Direktorin (Katja Riemann) dringender benötigt. Das mit den Arbeitspapieren, bekommt Zeki, der selbst keinen Schulabschluss hat, noch hin, aber die Schüler sind von einem ganz anderen Kaliber, wie er bald am eigenen Leib erfahren muss…


Fack ju Göhte (absichtliche Falschschreibung von Fuck you, Goethe) ist eine Komödie von Bora Dagtekin. In Deutschland hatte sie mit über sieben Millionen die meisten Kinobesucher im Filmjahr 2013.

In den Hauptrollen spielen Elyas M’Barek und Karoline Herfurth, in den Nebenrollen die Nachwuchsschauspieler Max von der Groeben und Jella Haase. Produziert wurde Fack ju Göhte von der Rat Pack Filmproduktion gemeinsam mit Constantin Film.


Handlung:

Der Bankräuber Zeki Müller wird aus dem Gefängnis entlassen. Er macht sich auf die Suche nach der von seiner Freundin vergrabenen Beute, um aufgelaufene Schulden zu begleichen. Zekis Freundin hatte vor dreizehn Monaten die Beute auf einer Baustelle vergraben, da sie glaubte, dass dort nur Rohre verlegt würden. Die Beute wird nun mittels GPS unter einer neu errichteten Turnhalle der Münchner Goethe-Gesamtschule lokalisiert. Um die Beute zu heben, bewirbt sich Zeki um die vakante Stelle des verstorbenen Hausmeisters, wird allerdings auf Grund eines Missverständnisses als Aushilfslehrer eingestellt.

Lisi Schnabelstedt ist eine Referendarin an derselben Schule. Sie war früher selbst Schülerin der Goethe-Gesamtschule. Lisi bringt nicht die nötige Autorität auf, um sich den Schülern gegenüber zu behaupten.

Als Ingrid Leimbach-Knorr, die bisherige Lehrerin der Klasse 10b, einen Suizidversuch unternimmt und sich aus dem Fenster stürzt, überträgt die Direktorin Frau Gerster die Leitung der schwierigen Klasse Lisi Schnabelstedt. Um die Beute zu heben, arbeitet Zeki nachts im Keller der Schule an einem Tunnel zum vergrabenen Schatz. Er kopiert Lisis Zeugnis für den Lehrauftrag. Als dies von Lisi Schnabelstedt erkannt wird, erpresst sie Zeki Müller damit. Dadurch bekommt Lisi ihre alte siebte Klasse zurück und Zeki übernimmt die 10b.

Mit unkonventionellen Methoden und nicht zuletzt durch Lisis Federführung erlangt Zeki den Respekt der Klasse und ihrer Anführer, Chantal und Daniel („Danger“). Zeki sorgt mit einer Graffiti-Sprühaktion an einem Zug für Lisis Imageverbesserung. Dabei sprayt ein Schüler die titelgebende Aufschrift „Fack ju Göhte“. Darüber hinaus arrangiert er eine Affäre von Lisis kleiner Schwester Laura mit ihrem Traumtypen Danger sowie die Vormundschaft Lisis für Laura. Auch persönlich kommen sich Zeki und Lisi näher und verlieben sich ineinander.

Zeki kommt im Tunnel an die Beute. Als Lisi von Zekis Vergangenheit als Verbrecher erfährt, beendet sie die Beziehung. Zeki will sich wieder an einem Raubüberfall beteiligen. Seine Freundin kann Lisi davon überzeugen, dass er sich für diese ändern wollte. Auch dass Zeki ein Foto von Lisi aus ihrer Schulzeit, das er in einer Zeitkapsel im Tunnel gefunden hatte, bei einer Aktion in der Klasse als sein Motivationsbild gewählt hatte, demonstriert ihr seine Zuneigung.

Zeki bricht den Überfall ab, als ihn Schüler ansprechen und er den Zug mit der Aufschrift „Fack ju Göhte“ wiedererkennt. Er schenkt Lisi ein Kleid für das Abschlussfest in der Schule und offenbart sich der Direktorin. Diese möchte ihn jedoch als Lehrer behalten und überreicht ihm sogar ein unrechtmäßig ausgestelltes Abiturzeugnis. Die 10b ist inzwischen dazu bereit, dem Unterricht zu folgen und zu lernen. Aus den Noten in Deutsch, vormals Fünfen oder Sechsen, sind Einsen, Zweien und Dreien geworden.


Produktion:

Die Rolle des Zeki Müller wurde von Dagtekin für Elyas M’Barek geschrieben. M’Barek und Dagtekin arbeiteten bereits in den Fernsehserien Schulmädchen, Doctor’s Diary und Türkisch für Anfänger und dessen Kinoadaption zusammen. Lena Schömann lobte M’Barek für seine „unglaubliche Disziplin“, da der Schauspieler bereits Monate vor Drehstart fünfmal pro Woche mit einem Personal Trainer arbeitete und acht Kilo abnahm, um wie bereits in Türkisch für Anfänger einen trainierten Oberkörper vorweisen zu können.

Die weibliche Hauptrolle übernahm Grimme-Preisträgerin Karoline Herfurth, die nach Mädchen, Mädchen und der 2004 erschienen Fortsetzung nur noch selten in Komödien zu sehen war. Produzentin Lena Schömann begründete die Wahl von Herfurth damit, dass sie „ein tolles Gespür für Comedy und Timing habe.“ Die Rolle der Direktorin ging an Katja Riemann, die bereits im Film zur Serie Türkisch für Anfänger einen Gastauftritt hatte. Uschi Glas ist in der Nebenrolle der entnervten Lehrerin Ingrid Leimbach-Knorr zu sehen.

Eine Schülerrolle wurde an Max von der Groeben vergeben, der 2013 bei der Verleihung der Goldenen Kamera mit der Lilli Palmer & Curd Jürgens Gedächtniskamera als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet wurde. Von der Groeben verkörpert im Film den Pausenhof-Boss Danger, während Jella Haase die Prolltussi Chantal verkörpert. Haase wurde 2011 mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsschauspielerin und 2013 beim Studio Hamburg Nachwuchspreis mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis als beste Schauspielerin ausgezeichnet.


Dreharbeiten:

Gedreht wurde hauptsächlich in München und Berlin. Das Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching diente als Kulisse für die Goethe-Gesamtschule des Filmes. Die Schule war bereits in Schule, der Literaturverfilmung Die Wolke oder in der ZDF-Fernsehserie Klimawechsel zu sehen. In Berlin wurde u. a. am Kurfürstendamm und in einem Plattenbauviertel im Bezirk Neukölln gedreht. Außerdem entstanden Schwimmbadszenen in Berlin. Die Szenen im Gefängnis wurden in einem ehemaligen DDR-Gefängnis in der Berliner Keibelstraße gedreht.

Die Dreharbeiten begannen am 28. April 2013 und dauerten 41 Tage.


Veröffentlichung:

Am 28. Juli 2013 wurden vier Teaser veröffentlicht, ehe der offizielle Kinotrailer am 10. Oktober 2013 erschien. Daraufhin folgte am 29. Oktober 2013 die Premiere im Mathäser-Kino in München. Am 2. November 2013 startete eine einwöchige Kinotour durch Deutschland und Österreich mit Bora Dagtekin, Elyas M’Barek und Karoline Herfurth, bevor der Film am 7. November 2013 in den deutschen Kinos startete. In Deutschland gehörten zu den 25 angesetzten Städten u. a. Hamburg, Berlin, Karlsruhe, Köln, Cottbus und Dortmund. In Österreich wurden Linz, Wien und Salzburg besucht.

Der Film wurde in 17 Tagen nach Kinostart von 3 Mio. Kinobesuchern gesehen und erwies sich somit in kürzester Zeit als erfolgreichster deutscher Kinofilm des Jahres. Im Jahr 2013 wurden bundesweit 5.622.273 Besucher an den deutschen Kinokassen gezählt. Bis zum 6. April 2014 beliefen sich die Besucherzahlen auf 7.078.553 Besucher. Der Film belegt damit nach Besucherzahlen Platz 1 in seinem Erscheinungsjahr sowie die 4. Stelle der erfolgreichsten deutschen Filme in der Bundesrepublik seit 1968. Das internationale Einspielergebnis liegt bei über 55 Mio. Euro.

Im Januar 2014 wurde bekannt, dass der Film zur internationalen Veröffentlichung unter dem Namen Suck Me Shakespeer angeboten werden soll.


Besetzung:

Zum Filmstart wurde ein Soundtrack mit Musik aus dem Film auf CD veröffentlicht. Neben vielen Musikstücken von Künstlern, die im Film verwendet wurden, befinden sich auch Teile der Filmmusik von Beckmann und dem Musikproduzenten Djorkaeff auf der CD.


Kritiken:

„Bora Dagtekins zweite Kinoregiearbeit ‚Fack ju Göhte‘ ist eine frech-witzige Komödie mit Lachern im Minutentakt, einer Prise Gefühl und glänzenden Darstellern – ganz in der Tradition seines Debüts ‚Türkisch für Anfänger‘.“ Filmstarts.de

„Klar gibt es hier und da ein paar Längen, und es scheint auch obligatorisch zu sein, dass ein deutscher Film ohne abschließende Versöhnung und Zusammenführung aller Charaktere nicht funktionieren kann. Doch wenn man bedenkt, wie genüsslich man in den 120 Minuten unterhalten wurde, fällt das nicht so sehr ins Gewicht.“ MovieMaze.de

„‚Fack ju Göhte‘ ist trotz seiner vorhersehbaren Handlung vor allem dank der temporeichen Inszenierung und spielfreudigem Hauptdarsteller ein erstaunlich kurzweiliger und witziger Film!“ Spielfilm.de


Auszeichnungen:

2014: Jupiter in den Kategorien Bester deutscher Film und Erfolgreichster deutscher Film
2014: Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises 2013
2014: Bogey Award in Platin für 5 Millionen Kinobesucher in 50 Tagen
2014: Goldene Leinwand mit Stern für mehr als 6 Millionen Kinobesucher


Fortsetzung:

Ende Dezember 2013 gab Produzent Martin Moszkowicz bekannt, dass 2014 eine Fortsetzung in Produktion gehen wird. Moszkowicz bestätigte ebenfalls die Rückkehr der Darsteller Elyas M’Barek, Karoline Herfurth und Katja Riemann.

Fack ju Göhte 2 soll am 10. September 2015 in den deutschen Kinos starten.


Quelle: Wikipedia

 

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