Cannibal Holocaust (Nackt und zerfleischt) [BD] (1980) – [LIMITED MEDIABOOK EDITION] – [UNRATED]

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Ein TV-Reporterteam hat sich in die „Grüne Hölle“ gewagt, um möglichst sensationelle Bilder von den dort lebenden Kannibalenstämmen einzufangen. Ihre Expedition wird zu einer Abfolge schreckerregender tödlicher Erlebnisse, in deren Verlauf die Team-Mitglieder sich zu Brutalitäten hinreißen lassen, die den Eingeborenen nicht nachstehen. Schließlich kommt es zu einer letzten Auseinandersetzung zwischen den Eindringlingen und den Indios…

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[imdblive:rating] / 10

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FASSUNGEN | LAUFZEITEN | INDIZIERUNGEN
FSK18 76 min. CUT CUT
BBFC18 86 min. CUT CUT
KF 92 min. INDEX-B / §131 UNCUT

DIESER FILM WURDE IN DEUTSCHLAND FÜR FSK AUFLAGEN UM CA. 16 MINUTEN GESCHNITTEN (FSK 18). DIE GEKÜRZTE FSK18 FASSUNG WURDE AM 12.06.1982 INDIZIERT (AB DEM 30.09.2015 INDEX-B) UND IST SEIT DEM 10.07.2000 GEMÄSS §131 BESCHLAGNAHMT. Laut JuSchG §15 (3) gelten die identischen Kennzeichnungen auch bei ungeprüften, inhaltsgleichen Filmversionen.

SCHNITTBERICHT(E)

SBGF SBGF
FSK18 | UNRATED BBFC18 | UNRATED

 

XT-VIDEO

Ein TV-Reporterteam hat sich in die „Grüne Hölle“ gewagt, um möglichst sensationelle Bilder von den dort lebenden Kannibalenstämmen einzufangen. Ihre Expedition wird zu einer Abfolge schreckerregender tödlicher Erlebnisse, in deren Verlauf die Team-Mitglieder sich zu Brutalitäten hinreißen lassen, die den Eingeborenen nicht nachstehen. Schließlich kommt es zu einer letzten Auseinandersetzung zwischen den Eindringlingen und den Indios…

 

FILMSTARTS

Ein Fernsehteam macht sich auf, um im brasilianischen Urwald eine Dokumentation über die letzten Kannibalen zu drehen. Als nach 2 Monaten jegliche Lebenszeichen von ihnen ausbleiben, wird ein zweites Team in den Wald geschickt, um die Vermissten zu finden. Dies geschieht auch – allerdings ist alles, was man von den jungen Leuten noch findet, ihre von Maden und Käfern bewohnten Skelette. Immerhin ihr Filmmaterial findet den Weg zurück in die Heimat und wird zwecks einer TV-Ausstrahlung ausgewertet. Nun kommt die ganze schreckliche Wahrheit ans Licht: Um gute Bilder zu bekommen, haben die skrupellosen Reporter die Naturvölker gequält, mißbraucht und geschändet. Klar, dass diese sich dafür rächen wollten…

 

-SPOILERWARNUNG- WIKIPEDIA

Nackt und zerfleischt (Originaltitel: Cannibal Holocaust) ist ein dem Exploitation-Genre nahestehender Kannibalenfilm von Ruggero Deodato aus dem Jahr 1980.


Handlung:

Der Anthropologe Harold Monroe reist an den Amazonas, um eine vermisste Gruppe von Dokumentarfilmern wiederzufinden. Alan Yates, Tina „Faye“ Daniels, Jack und Mark wollten dort eine Dokumentation über Kannibalen filmen. Monroe entdeckt bei einem Stamm von Eingeborenen die Kamera des Filmteams und gleich daneben die Überreste und Knochen der Leute. Wieder zuhause in New York sichtet er den Film und entdeckt dabei eine grausame Geschichte. Um besonders spannende und authentische Szenen zu bekommen, scheute das Filmteam nicht davor, ein komplettes Dorf niederzubrennen und dabei den Tod vieler Eingeborener in Kauf zu nehmen. Darüber hinaus filmte das Team die Vergewaltigung einer Eingeborenen durch Mitglieder der Crew. Trotz des Protests von Seiten Monroes will der produzierende Fernsehsender die Aufnahmen in einer Dokumentation verwenden, wovon erst abgesehen wird, nachdem die Verantwortlichen selber die grausamen Schlussszenen vorgeführt bekommen, in denen die Mitglieder der Filmcrew von den aufgebrachten Eingeborenen gefangen und regelrecht zerfleischt werden. Am Ende erhalten die Filmvorführer den Auftrag, das komplette Material zu vernichten. Mit den Worten „I wonder who the real cannibals are?“ verlässt der Professor das Gebäude, um dann im Großstadtdschungel unterzutauchen.


Allgemeines:

Nackt und zerfleischt wird oft als Höhepunkt des Kannibalen- oder Mondo-Films betrachtet. Deodato inszenierte sein Werk teilweise in einem realistisch anmutenden Dokumentationsstil, und es besitzt, im Vergleich zu anderen Filmen des Genres, sogar eine schlüssige Handlung. Zudem thematisiert Deodato ein – wenn auch paradoxes – politisches Anliegen: Trotz seiner eigenen reißerischen Blutrünstigkeit schwingt sich der Film zur moralischen Kritik an der Sensationslust der Massenmedien auf. Des Weiteren sollen die vom Filmteam verübten Gräueltaten ein Verweis darauf sein, wie leicht der Damm aus Kultur und Zivilisation bricht. Gerade die Schlussbemerkung des Professors ist somit für die Selbstrechtfertigung des Films ungemein wichtig, da der implizierte Hinweis auf die Verrohtheit des modernen, zivilisierten Menschen dem Film einen (wenn auch oberflächlichen und pseudo-) sozialkritischen Anstrich verpasst.


Hintergründe:

Rote Brigaden und italienischer Journalismus

In Auseinandersetzung mit der Berichterstattung der italienischen Medien über die roten Brigaden in Italien, entwickelte Deodato nach eigenem Bekunden Ideen zu dem Verhalten des Kamerateams im Film. Nach Deodatos Empfinden fokussierten die italienischen Medien auf die Darstellung von Gewalttaten, ohne dabei journalistische Integrität und Ethik zu bewahren. Ebenfalls äußerte er Bedenken, dass bestimmte Kameraeinstellungen von Nachrichtenmaterialien gestellt waren.

Jacopetti und Prosperi – Mondo

Nach Deodato wurde als Anspielung auf das Schaffen des Mondo-Regisseurs Gualtiero Jacopetti der fiktive Film „The Last Road to Hell“, welcher Videomaterial von echten Hinrichtungen beinhaltet, als eine vermeintliche Vorgängerdokumentation des Filmteams aus Cannibal Holocaust eingefügt. Nach Riz Ortolani, der die Musik für Cannibal Holocaust komponierte, und von Deodato wegen seiner Arbeit für Jacopettis Mondo Cane engagiert wurde, stellt der Film in gewisser Weise eine Hommage an die Filme des Regieduos Jacopetti und Prosperi dar.


Kontroverse:

In vielen Ländern trafen den stellenweise außerordentlich brutalen Film Zensurmaßnahmen, Indizierungen oder Beschlagnahmungen, unter anderem auch in Deutschland. Selbst innerhalb der Horrorfilm-Fangemeinde kam Kritik an den im Kannibalengenre verbreiteten realen Tiertötungen auf. Deodatos Aussage zufolge wurden diese allerdings anschließend vom Filmteam oder den Eingeborenen verspeist.

Auch wurde Deodato vorgeworfen, für seinen Film echte Menschenleichen verwendet zu haben und speziell für eine Szene eine Frau gepfählt zu haben, was ihm eine Gerichtsverhandlung einbrachte. Die Pfählungsszene wurde jedoch mittels eines Baumstammes, an dessen Ende sich ein Fahrradsattel befand, realisiert. Der Schauspielerin wurde dann symmetrisch zum „Unterstamm“ ein Ast aus „Weichholz“ in den Mund gesteckt.

Alle Versionen des Films sind in Deutschland nach §131 StGb beschlagnahmt oder „ungeprüft“. Die einzigen Firmen, die in Deutschland den Film wiederholt veröffentlicht haben, sind Astro Records & Filmworks und die Firma Laser Paradise.


Regie:

Nackt und zerfleischt ist nicht Ruggero Deodatos erster Ausflug in die Welt der Kannibalenfilme. 1977 drehte er den Nachfolger zu Umberto Lenzis Mondo Cannibale von 1972, den Film Mondo Cannibale, 2. Teil – Der Vogelmensch. Laut Deodato boten ihm mehrere Produzenten eine Menge Geld für einen zweiten Teil von Cannibal Holocaust, den er aber nie drehte.


 

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REZENSION(EN)

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