Tod im kalten Morgenlicht / Es geschah am hellen Tag (The Cold Light of Day) (1995)

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In einer osteuropäischen Provinz sieht sich der Polizist Marek (Richard E.Grant) immer neuen Kindermorden gegenüber. Nachdem er den Eltern des letzten Opfers versprochen hat, den Mörder zu fangen, bleibt er gezwungenermaßen an dem Fall dran, auch als ein Landstreicher des Mordes beschuldigt wird und sich anschließend in der Haft umbringt. Er quittiert den Dienst und nimmt an der Straße, die der Mörder vermeintlich benutzt, einen Job an einer Tankstelle an. Dann nimmt er sich die alleinstehende Milena als Haushälterin, weil deren Tochter Anna ein möglicher Lockvogel für den Täter sein könnte. Ein gefährliches Spiel…

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In einer osteuropäischen Provinz sieht sich der Polizist Marek (Richard E.Grant) immer neuen Kindermorden gegenüber. Nachdem er den Eltern des letzten Opfers versprochen hat, den Mörder zu fangen, bleibt er gezwungenermaßen an dem Fall dran, auch als ein Landstreicher des Mordes beschuldigt wird und sich anschließend in der Haft umbringt. Er quittiert den Dienst und nimmt an der Straße, die der Mörder vermeintlich benutzt, einen Job an einer Tankstelle an. Dann nimmt er sich die alleinstehende Milena als Haushälterin, weil deren Tochter Anna ein möglicher Lockvogel für den Täter sein könnte. Ein gefährliches Spiel…

 

-SPOILERWARNUNG- WIKIPEDIA

Tod im kalten Morgenlicht (Originaltitel: The Cold Light of Day) ist ein britisch-niederländisch-deutscher Thriller von Regisseur Rudolf van den Berg aus dem Jahr 1996 mit Richard E. Grant, Lynsey Baxter, Perdita Weeks und Simon Cadell in den Hauptrollen. Der Film wurde von Meteor Film Productions produziert und basiert auf einer Idee von Friedrich Dürrenmatt, der den Stoff unmittelbar nach seiner Erstverfilmung zum Roman mit dem Titel Das Versprechen ausarbeitete. Tod im kalten Morgenlicht ist im weitesten Sinne eine Neuverfilmung des Films Es geschah am hellichten Tag aus dem Jahr 1958.


Handlung:

Viktor Marek ist ein junger idealistischer Polizist, der, nachdem er die traurige Nachricht über die Ermordung eines jungen Mädchens den Eltern überbringen muss, der Mutter schwört den wahren Täter zu finden. Sein Vorgesetzter, der mitleidlose Polizeichef Pawel Nowak, ist weniger idealistisch, sondern vielmehr kurz vor seiner Rente sehr pragmatisch eingestellt und da kommt ihm der labile vorbestrafte Kiffer Alexi als Tatverdächtiger, der durch einige belastende Indizien die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen hat, gerade recht. Er setzt den Mann knallhart psychisch unter Druck, weil er in ihm den gesuchten Serienkiller vermutet. Nur Marek glaubt an die Unschuld des Mannes. Der Polizeichef erzwingt durch seine brutalen Verhörmethoden ein Geständnis von Alexi, der in diesem Zusammenhang auch noch drei weitere Morde in der jüngeren Vergangenheit gesteht, die sich nach demselben Muster abgespielt haben. Alle Mädchen fand man mit chirurgisch sauber durchschnittener Kehle. Als man am nächsten Morgen Alexi tot – erhängt – in seiner Zelle findet, scheint der Fall geklärt. Der überführte Täter hat in aussichtsloser Situation und als Eingeständnis seiner Schuld Selbstmord begangen. Allein Marek ist es, den wiederum Zweifel an der Schuld von Alexi beschleichen und der daraufhin den seiner Meinung nach bornierten Beamten den Fehdehandschuh hinwirft, indem er seinen Dienst quittiert und auf eigene Rechnung in dem Fall weiterermittelt. Mit dem einzigen Beweisstück einer Kinderzeichnung, die einen dunklen Mann, ein schwarzes Auto, eine rote Burg, einen Hund und rote Schlangen zeigt, macht er sich daran dem wahren Täter auf die Spur zu kommen.

Als er durch Zufall die Bekanntschaft mit dem jungen aufgeschlossenen Mädchen Anna macht, das mit der Mutter abseits am Rande der Stadt in einem Waldgebiet in einem alten Eisenbahnwagon lebt, kommt ihm ein tollkühner Plan. Marek mietet sich mit seinem Computer in eine alte Tankstelle ein, die an einer lebhaft befahrenen Straße zur nächsten Stadt liegt, in der er den Täter vermutet, da dieser alle Morde in unmittelbarer Nähe dieser Straße verübte. Er freundet sich mit dem Mädchen an und kann auch ihre attraktive Mutter Milena überzeugen, zu ihm als Haushaltshilfe in die alte Tankstelle und das dazugehörige Haupthaus zu ziehen. Dort notiert er sich akribisch, fast besessen, die Kennzeichnen aller vorüberfahrenden schwarzen Autos mit dem Kennzeichen der nahegelegenen Stadt in der er das Wappen mit der Roten Burg auf der Zeichnung des jüngst ermordeten Mädchens wiedererkannt haben will.

Nachdem er eine Schaukel für Anna an der Tankstelle angebracht hat, die offen und für jeden vorbeifahrenden Kunden aber auch vom Haupthaus aus gut einsehbar ist, wartet er geduldig ab. Der Plan mit Anna als Lockvogel scheint zu gelingen, ein Arzt aus der nahegelegenen Stadt ist der Täter. Der psychisch labile Arzt gewinnt das Vertrauen des kleinen Mädchens und lockt Anna nach zwei Treffen ein drittes Mal in den Wald. Marek, der Milena mittlerweile über seinen zweischneidigen gefährlichen Plan ins Vertrauen gezogen hat einen Serienmörder zu fassen, wird nun selbst von den ehemaligen Kollegen zur Rede gestellt, nachdem ein ehemaliger befreundeter Psychiater, den Marek in seinen Plan eingeweiht hatte, seine eigenmächtigen Methoden an die Polizei verrät. Gerade als der Täter erneut zuschlagen will, wird Marek an der Tankstelle unsanft zum Verhör gebeten. Marek sieht im Vorbeifahren noch den schwarzen Wagen des Mörders der am Waldrand geparkt hat und weiß Anna in Lebensgefahr. Er provoziert mit dem Polizeiwagen einen Unfall, kriecht aus dem Autowrack, nimmt die Waffe eines angeschlagenen Beamten an sich und stürzt in den nahen Wald, um Anna zu suchen. Gerade noch rechtzeitig findet er das Mädchen in den Fängen des Psychopaten, kurz bevor dieser seine Mordtat erneut verüben kann. Der Arzt zwingt ihn mit einem vorgehaltenen Rasiermesser an der Kehle des Mädchens, ihm die Waffe zu überlassen. Marek tut es, um das Leben von Anna nicht zu gefährden. Kurz bevor dieser wiederum Marek mit der Waffe töten kann, erscheint Milena mit dem Dienstrevolver von Marek auf der Bildfläche, die das Verschwinden von Anna bemerkt, der Spur durchs offene Fenster und der Leiter in den Wald gefolgt war, und nun ihrerseits dem Täter gegenübersteht. Sie schießt den Psychopathen an, kurz bevor dieser Marek töten kann. Der Arzt flüchtet getroffen in seinen geparkten Wagen, dort wird er von Milena durch die Windschutzscheibe erschossen. Am Ende ziehen Marek, Anna und Milena gemeinsam in die Stadt, um die Schrecken der jüngeren Vergangenheit hinter sich zu lassen.


Synchronisation:

Die deutsche Dialogregie wurde von Martin Keßler erstellt.


Kritiken:

„Nach der Ermordung dreier Kinder glaubt die Polizei, den Mörder überführt zu haben. Der Inhaftierte gesteht und begeht Selbstmord. Ein Kommissar glaubt nicht an dessen Schuld und macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder, wobei er ein kleines Mädchen als Lockvogel benutzt. Er glaubt, die Sache fest im Griff zu haben, doch er wird eines besseren belehrt. Remake eines Psychothrillers („Es geschah am hellichten Tag“, 1958) nach einem Stoff von Friedrich Dürrenmatt.“ Lexikon des internationalen Films


Produktionsnotizen:

Szenenbildner war Zdenek Flemming, Libuse Barlova, Derrick Bosch und Dick Naastepad zeichneten sich als Maskenbildner verantwortlich, die Kostüme lieferte Linda Bogers und die Produktionsleitung hatten Jan Bílek und Tomas Gabris. Drehorte des Films lagen in der Tschechischen Republik.


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