Name der Rose, Der [DD] (1986) – [UNCUT]

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Tiefstes Mittelalter. In den Gemäuern einer furchteinflößenden italienischen Klosterfestung geschehen unheilvolle Dinge. Ein junger Mönch hat sich aus einem Fenster zu Tode gestürzt, das man gar nicht öffnen kann. Der Franziskaner Bruder William von Baskerville (Sean Connery) wird gerufen, um den Fall zu untersuchen. Es gibt weitere mysteriöse Todesfälle, und die Spur führt in die Bibliothek…


Der Name der Rose


Inhalt:

Tiefstes Mittelalter. In den Gemäuern einer furchteinflößenden italienischen Klosterfestung geschehen unheilvolle Dinge. Ein junger Mönch hat sich aus einem Fenster zu Tode gestürzt, das man gar nicht öffnen kann. Der Franziskaner Bruder William von Baskerville (Sean Connery) wird gerufen, um den Fall zu untersuchen. Es gibt weitere mysteriöse Todesfälle, und die Spur führt in die Bibliothek zu einem geheimen Buch, das dort vom alten Abt (Feodor Chaliapin Jr.) unter strengem Verschluss gehalten wird. Doch Baskerville kommt mit seinen kriminalistischen Ermittlungen dank der unkooperativen Klosterführung nicht schnell genug voran, so wird als letztes Mittel die „Heilige Inquisition“ angerufen. Der päpstliche Inquisitor und in Person Baskervilles alter Widersacher Bernardo Gui (F. Murray Abraham) reist an, um unter Folter Schuldgeständnisse herbeizuschaffen. Jetzt wird die Zeit knapp, das schreckliche Geheimnis dieses Klosters zu enthüllen und den wahren Verbrecher zu überführen…

Der Name der Rose (fr. Le Nom de la rose, it. Il nome della rosa, engl. The Name of the Rose) ist ein deutsch-französisch-italienisches Filmdrama aus dem Jahr 1986. Die Regie führte Jean-Jacques Annaud. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Umberto Eco aus dem Jahr 1980 und wurde von Andrew Birkin, Gérard Brach, Howard Franklin und Alain Godard geschrieben. Die Hauptrolle spielte Sean Connery.


Handlung:

Der franziskanische Mönch William von Baskerville und sein Adlatus, der Novize Adson von Melk, reisen im Jahr 1327 in eine Abtei der Cluniazenser im Apennin, wo William an einem theologischen Disput teilnehmen soll. Der Spirituale des Franziskaner-Ordens Ubertino da Casale befindet sich bereits in dem Kloster. Bei der Ankunft fragt William den Abt des Klosters Abbo von Fossanova nach einem kürzlichen Todesfall. Dieser erzählt, dass der Mönch und Illustrator Adelmo von Otranto grausam entstellt außerhalb der Klostermauer unterhalb eines Turms gefunden worden sei. Alles deute auf Selbsttötung hin, jedoch stehe dem die Tatsache entgegen, dass das Fenster, unter dem man Adelmo gefunden habe, nicht geöffnet werden könne.

William löst das Rätsel, es schließt sich jedoch eine Mordserie an mehreren Mönchen an. Das nächste Opfer ist der griechische Übersetzer Venantius von Salvemec, die Indizien weisen auf eine Vergiftung hin. Er wird in der Metzgerei des Klosters aufgefunden, kopfüber in einem großen Kessel voller Schweineblut. Schnell verbreitet sich unter den Mönchen die Überzeugung, die Apokalypse sei eingetreten, weil Begleitumstände der Todesfälle Ähnlichkeit mit einer Passage der Johannesoffenbarung aufweisen. Der Gehilfe des Bibliothekars Malachias von Hildesheim, Berengar von Arundel wird ertrunken in einem Badezuber mit Wasser gefunden. Bei der Obduktion entdeckt William, dass der Ertrunkene geschwärzte Finger und eine geschwärzte Zunge hat und findet eine Reihe von Hinweisen, die darauf schließen lassen, dass die Ursache der seltsamen Ereignisse im Kloster der Diebstahl eines griechischen Buches aus der Bibliothek des Klosters ist.

Williams Untersuchungen ergeben, dass Adelmo Selbstmord beging, da er Berengar, dem Gehilfen des Bibliothekars, für sexuelle Handlungen zur Verfügung stand und mit seiner Schuld nicht leben konnte. Berengar hatte Adelmo dafür Zugang zu einem bestimmten Buch gewährt. Vor seinem Selbstmord vertraute Adelmo sich dem griechischen Übersetzer Venantius an. Dieser fand das Buch im Skriptorium am Schreibpult von Adelmo und starb, nachdem er darin gelesen und sich Notizen gemacht hatte. Bei einem Besuch im Skriptorium verhinderte Berengar, dass William das Buch entdeckte und schlich sich in der folgenden Nacht in den Schreibsaal und nahm das Buch an sich. Nachdem er darin gelesen hatte, verspürte er starke Schmerzen, die er mit einem Bad zu lindern versuchte. Dabei ertrank er. Vorher versteckte er jedoch das Buch in den Räumen des Heilkundigen Severinus von St. Emmeram. Severinus wird später von dem Bibliothekar Malachias ermordet, der das Buch an sich bringt.

Während William den Mörder sucht, lernt Adson von Melk ein junges Mädchen kennen, das ihn verführt. Es wird später von dem mit einer der Verhandlungsdelegationen angereisten Bernardo Gui und der von ihm geleiteten Inquisition verhaftet und der Hexerei beschuldigt. Bernardo Gui verurteilt außerdem den Kellermeister des Klosters, Remigio da Varagine, und seinen buckligen Gehilfen zum Tode, da diese in der Vergangenheit den Apostelbrüdern des Fra Dolcino angehörten, die reiche Kleriker ermordeten. Schließlich stirbt auch der Bibliothekar in der Kirche des Klosters an Vergiftungen.

William findet heraus, dass der ehemalige Bibliothekar Jorge de Burgos die Morde verübt hat, um die Existenz des in der Klosterbibliothek aufbewahrten „Zweiten Buches der Poetik“ von Aristoteles zu verschleiern, da der Inhalt des verschollen geglaubten Buches seiner Meinung nach der kirchlichen Doktrin widerspricht. Jorge hatte die Seiten des Buches mit einem Gift bestrichen, so dass jeder, der in dem Buch las und sich den Finger zum Umblättern mit der Zunge anleckte, vergiftet wurde. Als er sich überführt sieht, verbrennt Jorge das Buch in der Bibliothek, die dann mit dem gesamten Buchbestand in Flammen aufgeht. Jorge wird von herabstürzenden brennenden Balken erschlagen. Während des Brandes entkommt das zum Tode verurteilte Mädchen von dem Scheiterhaufen, der Kellermeister und sein Gehilfe verbrennen. Der fliehende Bernardo Gui kommt ums Leben, als seine Kutsche von der aufgebrachten Dorfbevölkerung in den Abgrund gestürzt wird. William rettet sich mit einigen wertvollen Büchern aus der brennenden Bibliothek und verlässt nun, da die Rätsel gelöst sind, das Kloster gemeinsam mit Adson. Dieser überlegt in der Schlussszene kurz, ob er sich statt seines Meisters lieber dem Mädchen anschließen soll und entscheidet sich am Ende wieder für William.


Kritiken:

„Die Verfilmung des Romans von Umberto Eco, dessen theologische, kunstgeschichtliche, philosophische und historische Exkurse, vor allem das Motiv des Ringens von Verstand und Vernunft mit Irrationalität und Dämonenglaube, nur noch teilweise eine überzeugende bildliche Entsprechung finden. Zwiespältig ist vor allem die Veränderung des Schlußteils, die die eher pessimistische Parabel allzu sehr glättet. Als Unterhaltungsfilm, der die Welt des Mittelalters detailgenau und sorgfältig rekonstruiert und verlebendigt, dennoch ansprechend.“ Lexikon des Internationalen Films

Roger Ebert kritisierte in der Chicago Sun-Times vom 24. Oktober 1986 das „verwirrende“ Drehbuch als „undiszipliniert“ und „unlogisch“. Außerdem kritisierte er die seiner Meinung nach mangelhafte Beleuchtung, bei der der Zuschauer manchmal nicht sicher sei, was gerade auf der Leinwand passiere. Die Atmosphäre des Films „erdrücke“ („overwhelm“) die Handlung. Ebert bezeichnete den Charakter von William von Baskerville als „modern“.

Rita Kempley schrieb in der Washington Post vom 26. September 1986, den Film könne man nicht ernst nehmen, weil die Mönche wie Marty Feldman aussehen würden. Die Charaktere würden wie „Gespenster“ wirken, der Zuschauer sei unbeteiligt.

Film-dienst schrieb, in der „Verfilmung des Romans von Umberto Eco“ würden „dessen theologische, kunstgeschichtliche, philosophische und historische Exkurse, vor allem das Motiv des Ringens von Verstand und Vernunft mit Irrationalität und Dämonenglaube, nur noch teilweise eine überzeugende bildliche Entsprechung finden“. Zwiespältig sei „vor allem die Veränderung des Schlußteils, die die eher pessimistische Parabel allzu sehr“ glätte. Der Film sei „als Unterhaltungsfilm, der die Welt des Mittelalters detailgenau und sorgfältig“ rekonstruiere und verlebendige, „dennoch ansprechend“.

Die Zeitschrift Cinema schrieb, der Film sei ein „spektakulärer Klosterkrimi“. Er sei „brillant besetzt“.


Auszeichnungen:

Der Film gewann 1986 in Deutschland den Jupiter als Bester Film und die Goldene Leinwand.

Im Jahr 1987 gewann er den David di Donatello in vier Kategorien, darunter für die Kostüme und für die Kameraarbeit. Er wurde für den Edgar Allan Poe Award nominiert und gewann das Nastro d’Argento (Silbernes Band) des Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani in drei Kategorien, ebenfalls für Kameraarbeit und Kostüme, sowie das Produktionsdesign. Sean Connery gewann außerdem den Deutschen Filmpreis, den der Film auch in zwei weiteren Kategorien gewann. Jean-Jacques Annaud gewann den César und den René Clair Award.

Sean Connery und der Maskenbildner Hasso von Hugo bekamen im Jahr 1988 den British Academy Film Award.


Quelle: Wikipedia

REZENSION(EN)

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