Illuminati (2009)

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Illuminati (2009)
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Die Aufregung im Vatikan ist groß. Nicht nur das vier Kardinäle entführt wurden, welche beim aktuellen Konklave als Favoriten gelten, auch aus einem Schweizer Labor entwende Antimaterie droht den Vatikan komplett in die Luft zu sprengen. Alle Anzeichen deuten darauf, dass die “Illuminati” dahinter stecken, ein Jahrhunderte alter und eigentlich auch nicht mehr bestehender Geheimbund, der als größter Gegner der Kirche gilt.



Illuminati


Inhalt:

Die Aufregung im Vatikan ist groß. Nicht nur das vier Kardinäle entführt wurden, welche beim aktuellen Konklave als Favoriten gelten, auch aus einem Schweizer Labor entwende Antimaterie droht den Vatikan komplett in die Luft zu sprengen. Alle Anzeichen deuten darauf, dass die “Illuminati” dahinter stecken, ein Jahrhunderte alter und eigentlich auch nicht mehr bestehender Geheimbund, der als größter Gegner der Kirche gilt. Deshalb rufen sie den Mann zur Hilfe, den sie seit seiner letzten Aufklärungsaktion eigentlich hassen wie die Pest: Robert Langdon (Tom Hanks). Langdon, der die “Illuminati” in all seinen Facetten studiert hat, soll nun den Vatikan aus seiner misslichen Lage befreien und die Kardinäle aus der Hand eines brutalen Assassine retten. Die Kernforscherin Vittoria Vetra(Ayelet Zurer), welche an der Herstellung der Antimaterie beteiligt war, hilft ihm dabei. Doch die Suche nach den Kardinälen und der Antimaterie erweist sich mehr als schwierig und die Jagd quer durch Rom wird zum Martyrium. Zumal der eigentliche Drahtzieher ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Kann Robert die Katastrophe dennoch verhindern?

Illuminati ist ein US-amerikanischer Thriller nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Dan Brown, der den Film mitproduzierte. Regie führte Ron Howard. Kinostart in Deutschland war der 13. Mai 2009.


Handlung:

Während im Vatikan gerade der verstorbene Papst zu Grabe getragen und sein Fischerring zerstört wird, gelingt der Physikerin Vittoria Vetra gemeinsam mit ihrem Kollegen Silvano am CERN in Genf ein wissenschaftlicher Durchbruch, indem sie durch eine Kollision im Large Hadron Collider erstmals Antimaterie erschafft. Doch kurz darauf muss sie schockiert feststellen, dass Silvano ermordet und ein Antimaterie-Behälter, der eine enorme Sprengkraft besitzt, gestohlen wurde. Ein Vertreter des Vatikans berichtet dem Symbologen Robert Langdon an der Universität Harvard von einer Botschaft der Illuminati, die die vier favorisierten Kardinäle der Papstwahl entführt haben und mit der Zerstörung des Vatikans drohen. Langdon und Vittoria kommen nach Rom, um den Vatikan zu retten.

Nach einer ersten Lagebesprechung im Hauptquartier der Schweizergarde erhält der Wissenschaftler vom Camerlengo McKenna die Erlaubnis, im Vatikanischen Geheimarchiv Galileo Galileis Werk Diagramma della Verità zu untersuchen. Gemeinsam mit Vittoria entdeckt er eine geheime Botschaft in englischer Sprache, die auf einen „Pfad der Erleuchtung“ hinweist. Auf diesem Pfad, der im Treffpunkt der Illuminati endet, befinden sich die vier „Altäre der Wissenschaft“, auf denen zu jeder vollen Stunde einer der entführten Kardinäle ermordet und mit einem der Ambigramme für die vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser gebrandmarkt werden sollen. Langdon vermutet den ersten Tatort im Pantheon, doch das im Gedicht erwähnte „irdene Grab“ befindet sich in der von Raffael geschaffenen Chigi-Kapelle in Santa Maria del Popolo. Dort wurde der erste Kardinal bereits mit Erde erstickt.

Langdon folgt dem Hinweis der Skulptur Habakuk und der Engel, die zum Petersplatz deutet. Im Vatikan haben sich bereits zahlreiche Gläubige und Medienvertreter anlässlich des Konklaves, der Papstwahl, versammelt. Als ein Mädchen entsetzt schreit, entdecken Langdon und Vittoria neben der Plakette West Ponente, die den Wind symbolisiert, den zweiten Kardinal mit zerstochenen Lungen. Die Unruhe im Vatikan wird verschärft durch eine Botschaft der Illuminati, wonach der verstorbene Papst mit einem Gift ermordet wurde. Vittoria und der Camerlengo, der sich als Adoptivsohn seiner Heiligkeit zu erkennen gibt, bestätigen das Gerücht, als sie den Sarg öffnen und das Gesicht des Papstes sehen. Davon erfahren auch die in der Sixtinischen Kapelle zum Konklave versammelten Kardinäle. Langdon findet unterdessen im Archiv mit einer Liste von Berninis Werken heraus, dass die Verzückung der Heiligen Theresa der nächste Hinweis und der dritte Mord demnach in der Kirche Santa Maria della Vittoria geplant ist. Unterdessen wird in Teilen der Stadt der Strom abgestellt, um die Lage des Sprengkörpers zu lokalisieren, da dieser von einer externen Lichtquelle beleuchtet wird und sein Batterieverlust durch eine von den Tätern installierte Kamera ständig übertragen wird. Davon ist auch das Archiv kurzzeitig betroffen. Langdon wird eingeschlossen, kann sich aber selbst befreien.

Erneut kommt er zusammen mit der Schweizergarde zu spät am Tatort an. Der dritte Kardinal verbrennt über einem großen Feuer bei lebendigem Leib, kurz bevor der Killer Kommandant Olivetti die Kehle durchschneidet und mehrere Leibgardisten erschießt. Langdon versteckt sich, bis ihn die Feuerwehr rettet. Mit Hilfe eines Stadtplans erkennt er die kreuzförmige Anordnung der „Altäre“ und überredet zwei Polizisten, ihn zum letzten Tatort, dem Vierströmebrunnen, zu bringen. Dort erschießt der Killer die beiden Polizisten und wirft den gefesselten und mit Gewichten beschwerten Kardinal in den Brunnen. Langdon zieht den Geistlichen mit Hilfe herbeieilender Passanten aus dem Wasser, so dass ihm der Kardinal mit letzter Kraft erklären kann, dass sich das Versteck der Illuminati in der Engelsburg befindet. Gemeinsam mit Vittoria und einem Spezialeinsatzkommando dringt Langdon dort ein. Sie vermuten bald, dass der Camerlengo das letzte Opfer sein soll. Der Killer bedroht sie mit seiner Waffe, hat jedoch kein Interesse an ihrem Tod und entwischt erneut, wird aber durch eine von seinen Auftraggebern installierte Bombe unter seinem Fluchtauto getötet.

Eilig laufen Langdon und Vittoria durch einen Geheimgang, den Passetto, zurück zum Vatikan, wo sich Kommandant Richter mit McKenna im päpstlichen Amtszimmer eingeschlossen hat. Als Langdon den Wachen zu verstehen gibt, dass der Camerlengo in Gefahr ist, dringen sie in das Zimmer ein. Richter wird erschossen, weil ihn der Camerlengo als Illuminati bezeichnet, in der Hand des Toten findet Langdon aber noch einen Schlüssel. Der Camerlengo wurde mit einem Zeichen aus zwei gekreuzten Schlüsseln gebrandmarkt. Dadurch wird klar, dass sich der Antimaterie-Behälter direkt auf dem Grab des heiligen Petrus in der Nekropole unter dem Petersdom befindet. Nachdem Vittoria erklärt, es sei zu spät die Batterie auszutauschen, greift sich der Camerlengo den Behälter und eilt nach draußen. Mit einem bereitstehenden Hubschrauber fliegt er soweit senkrecht nach oben, dass die Antimaterie in großer Höhe explodiert. Durch die dadurch entstehende Druckwelle gehen mehrere Fenster zu Bruch, auch einige Passanten werden von herumfliegenden Trümmern verletzt. Als der Camerlengo mit einem Fallschirm leicht verletzt vor dem Petersdom landet, beginnen die Menschen zu beten und zu jubeln. Die Kardinäle betrachten dies als göttliches Zeichen und wollen ihn durch Akklamation zum neuen Papst wählen. Unterdessen öffnen Vittoria und Langdon ein Geheimfach im Büro von Kommandant Richter. Darin befindet sich ein Computer, der mit Hilfe von Richters Schlüssel gestartet werden kann. Die beiden sehen eine Videoaufzeichnung aus dem Amtszimmer des Papstes, einschließlich der Begegnung zwischen dem Camerlengo und Richter, bei der sich vielmehr McKenna zu den Morden bekennt und sich selbst brandmarkt. Als die Wahrheit bekannt wird und ihm die Kardinäle unter der Leitung von Zeremonienmeister Strauss fassungslos gegenüberstehen, verbrennt er sich nach einer kurzen Flucht selbst im Petersdom. Langdon erhält von Kardinal Strauss zur Belohnung das Diagramma-Werk, und der neu gewählte Papst, Kardinal Baggia, den Langdon zuvor aus dem Brunnen gerettet hatte, präsentiert sich den Menschen auf dem Petersplatz.


Kritik:

Der Film erhielt gemischte Kritiken. Das Lexikon des Internationalen Films schreibt: Solider Thriller, der die kirchenkritischen Impulse der Romanvorlage weitgehend entschärft. Der Film lege seinen Schwerpunkt auf Actionsequenzen sowie [die] kunstgeschichtlichen Sensationen Roms und [das] Zeremoniell des Vatikans, wobei kaum Zeit für die Entwicklung der Figuren bleibt. Jedoch scheine hinter dem Krimistoff […] der Konflikt zwischen Tradition und Moderne, Glaube und Wissenschaft auf, dabei werde auf versöhnlich-vermittelnde Weise beiden Seiten Respekt entgegengebracht.

Cinema.de betrachtet den Film hingegen eher negativ: Das alles macht aus „Illuminati“ noch keinen guten Film. Ron Howard ist es lediglich gelungen, eine haarsträubende Story von ihren kuriosesten und blödsinnigsten Wendungen zu befreien. Und doch siegt am Ende die sakrale Wucht der Inszenierung über alle Logik. Dem Papst dürfte das gefallen. Fazit: Die Story des Films ist schlüssiger als die des Buches, aber die bombastische Inszenierung wirkt geradezu erschlagend.

Focus beschreibt Langdon als Indiana Jones der Leihbibliotheken und sieht den Film in einem Dilemma: Die Leser des Buches erwartet nichts Neues und Thriller-Fans ohne Vorkenntnisse bekommen einen konventionellen „Wer war’s“-Plot geboten, der seine Geheimnisse relativ früh preisgibt. […] Zuschauer, die ein Faible für Geschichte, Sitten und Gebräuche im Vatikan und gute Schauspieler haben, erwarten in „Illuminati“ jedoch perfekt choreografierte Bilder aus dem Herzen des Katholizismus. Nie zuvor wurden einem beispielsweise vom Camerlengo selbst die Riten nach dem Tod eines Papstes nähergebracht.


Rezeption:

Wie bereits The Da Vinci Code – Sakrileg sorgte auch dieser Film für kontroverse Diskussionen. Vertreter der katholischen Kirche kritisierten das Werk wegen der Behandlung der Geschichte. Ursprünglich vorgesehene Aufnahmen in Kirchen Roms wie in Santa Maria del Popolo oder dem Vatikan selbst wurden von der Diözese Rom abgelehnt. Erzbischof Velasio De Paolis befürchtete angesichts der kritischen Stimmen einen Bumerangeffekt, der zu noch größerer Aufmerksamkeit führt. Regisseur Howard wehrte sich persönlich gegen Vorwürfe und verwies darauf, dass Langdon die Kirche rettet und mehrere Anzeichen für eine Verbindung von Religion und Wissenschaft zu sehen sind. Die Vatikan-Zeitung L’Osservatore Romano sprach sich zunächst gegen den Film aus, beurteilte ihn später jedoch positiv als „harmlose Unterhaltung“ und schrieb: „Das Thema ist stets dasselbe: eine Sekte gegen die Kirche. […] Dieses Mal ist die Kirche auf der Seite der Guten.“


Quelle: Wikipedia

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