I Am Legend (2007)

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Im September 2012 scheint der Virologe Lt. Colonel Dr. Robert Neville der letzte lebende Mensch in New York City zu sein. Drei Jahre zuvor haben Dr. Alice Krippin und er, die für das US-Militär arbeiteten, ein Masern-Virus modifiziert und damit ein Heilmittel gegen Krebs mit einer einhundertprozentigen Er- folgsrate gefunden. Jedoch mutierte das Virus und tötete 5,4 Milliarden Menschen, was rund 90 % der Weltbevölkerung entspricht.



I Am Legend


Inhalt:

Robert Neville (Will Smith) war ein hervorragender Wissenschaftler, aber auch er konnte nicht verhindern, dass ein Virus vor 3 Jahren die gesamte Menschheit befiel. Nur er wurde aus unbekannten Gründen verschont und hat es sich inzwischen in einer immer mehr verwahrlosenden Umgebung eingerichtet.

Tagsüber kann er sich verhältnismässig frei bewegen, aber nachts lauern überall Gefahren durch vampirähnliche infizierte Gestalten, die nur das Sonnenlicht fern halten kann. Doch die Bedrohung wächst ständig und er versucht ein Gegenserum zu entwickeln..

I Am Legend ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2007 mit Will Smith in der Hauptrolle. Vorlage für das Drehbuch ist der Roman Ich bin Legende von Richard Matheson. Dieses Thema wurde bereits in The Last Man on Earth, Der Omega-Mann und später in I Am Omega verfilmt.


Handlung:

Kinoversion

Im September 2012 scheint der Virologe Lt. Colonel Dr. Robert Neville der letzte lebende Mensch in New York City zu sein. Drei Jahre zuvor haben Dr. Alice Krippin und er, die für das US-Militär arbeiteten, ein Masern-Virus modifiziert und damit ein Heilmittel gegen Krebs mit einer einhundertprozentigen Erfolgsrate gefunden. Jedoch mutierte das Virus und tötete 5,4 Milliarden Menschen, was rund 90 % der Weltbevölkerung entspricht. Von den 600 Millionen Überlebenden erwiesen sich nur 12 Millionen als immun, also gerade einmal 2 %. Die restlichen Überlebenden entwickeln zunächst Symptome, die der Tollwut gleichen, degenerieren aber bald in einen tierähnlichen Zustand, getrieben von Hunger und blinder, grenzenloser Aggression gegen Nichtinfizierte. Ihre Haut wird haarlos und heller und sie verstecken sich tagsüber in Gebäuden, da sie sehr schmerzhaft auf UV-Licht reagieren. Sie entwickelten einen höheren Puls, schnellere Atmung und Stoffwechsel sowie eine erhöhte Körpertemperatur.

Robert, der seine Frau Zoe und seine Tochter bei einem Helikopterunfall während der chaotischen Evakuierung Manhattans im Dezember 2009 verloren hat, ist ebenfalls immun. Schuldbewusst ist er am Ursprungsort der Katastrophe, dem so genannten Ground Zero, geblieben und versucht, mit Experimenten an infizierten Ratten ein Heilmittel gegen das Virus zu finden. Sein Tagesablauf besteht aus täglichen Wanderungen durch das leere, verfallende Manhattan, um Vorräte aus verlassenen Häusern zu sammeln und Weißwedelhirsche zu jagen, die in die Stadt gewandert sind. Penibel achtet er darauf, vor Sonnenuntergang sein Haus zu erreichen, um dessen Standort nicht zu verraten. Täglich sendet er einen Radiofunkspruch auf der Suche nach Nichtinfizierten mit der Instruktion, ihn mittags am South Street Seaport zu treffen. Seine Einsamkeit wird nur von seiner Schäferhündin Samantha gemildert und durch die Kommunikation mit Schaufensterpuppen, die er selbst vor und in einem Musikgeschäft aufgestellt hat.

Als seine Hündin Sam eines Tages beim Jagen einem Weißwedelhirsch in ein dunkles Gebäude nachläuft, folgt Robert ihr und entdeckt dabei ein Nest mit Infizierten. Da er ein menschliches Exemplar für seine vielversprechenden Experimente braucht, stellt er ihnen eine Falle. Der Anführer der Infizierten, Alpha, beobachtet die Gefangennahme seiner Gefährtin und verfolgt Robert wütend bis ans Tageslicht. Zurück im Labor im Keller seines Hauses beginnt Robert mit Versuchen zur Heilung der Frau.

Am nächsten Tag gerät Robert in eine Falle, die die Kreaturen seiner eigenen, am Vortag verwendeten Falle nachempfunden haben, und wird bewusstlos. Als er wieder zu sich kommt und sich befreien kann, dämmert es bereits. Er wird von infizierten Hunden angegriffen, die von Alpha auf ihn gehetzt werden. Bevor er die Hunde töten kann, gelingt es einem von ihnen, Sam zu beißen. Da Hunde gegen die Übertragung des Virus per Luft immun, gegen die per Kontakt jedoch nicht immun sind, bringt Robert Sam zurück in sein Labor und versucht, sie mit dem Gegenmittel zu heilen, das jedoch nicht wirkt. Als sie versucht, ihn zu attackieren, ist Robert gezwungen, sie zu töten. Nachdem er Sam begraben hat, stellt Robert, übermannt von Kummer und Wut, den Infizierten nachts erneut eine Falle und fährt mit seinem Auto in die Gruppe. Obwohl er es schafft, einige von ihnen zu töten, können die Infizierten ihn überwältigen. Im letzten Moment taucht eine Frau namens Anna mit einem kleinen Jungen, Ethan, auf, die seinen Radiofunkspruch gehört haben. Beide schaffen es, den verletzten Robert mit Hilfe von gleißenden Scheinwerfern vor den Infizierten zu retten.

Anna und Ethan bringen Robert zurück zu seinem Haus, wo Anna erklärt, dass sie auf dem Weg nach Vermont seien, wo sich ein Lager mit Überlebenden befinde. Robert glaubt jedoch nicht an diese Kolonie, da bisher alle Rettungslager früher oder später von den Infizierten überrannt wurden. Anna versucht ihn zu überreden, dennoch mit ihr nach Vermont zu fahren. Ihrer Meinung nach war es Gottes Plan, dass sie seinen Funkspruch gehört hat und ihn deshalb gerade rechtzeitig retten konnte. Sie seien nun bestimmt, jenes Lager zu finden. Robert aber hat den Glauben an Gott verloren und will bleiben, um weiter nach einem Heilmittel für die Infizierten zu forschen, die Anna als „Nachtsucher“ bezeichnet.

In der Nacht werden sie von einer Gruppe Infizierter angegriffen, denen es gelungen war, Robert und Anna in der Nacht zuvor zu folgen. Die drei werden gezwungen, ins Labor zurückzuweichen, wo sie sich in einem Raum mit der infizierten Frau verstecken wollen. Sie entdecken, dass Roberts Experiment funktioniert und die Frau sich in eine menschlichere Form zurückentwickelt hat. Die Infizierten dringen ins Labor ein und Alpha beginnt das Sicherheitsglas, hinter dem sie sich befinden, zu rammen. Die Sprünge im Glas ähneln einem Schmetterling und Robert erinnert sich daran, dass seine Tochter in der Nacht, in der sie starb, von einem Schmetterling sprach. Er bemerkt ein Schmetterlingstattoo auf Annas Nacken. Nun entnimmt er Blut von der infizierten Frau und überreicht Anna die Probe mit den Worten „das Gegenmittel ist in ihrem Blut… Ich glaube deswegen bist du hier“. Robert schickt Anna und Ethan in einen alten Kohlenschacht, damit sie sicher sind. Als das Glas bricht, benutzt er eine Handgranate, um die Angreifer und damit auch sich selbst umzubringen.

Anna und Ethan schaffen es, nach Vermont zu fahren, und entdecken das Lager der Überlebenden. Dort überreichen sie das Gegenmittel. In einem Voice-over behauptet Anna, dass die Überlebenden Roberts Vermächtnis seien, indem sein Kampf für eine Heilung zur Legende wurde.

Alternatives Ende

Auf der zweiten DVD der 2-Disc-Version befindet sich ebenfalls der gesamte Film, wie dieser bereits auf der ersten DVD enthalten ist, allerdings steht ausschließlich der englischsprachige Originalton, optional mit deutschsprachigen Untertiteln zur Verfügung, zudem weicht sein Ende von dem Ende der Kino- und Fernsehfassung ab: Auch hier stürmen die Infizierten das Haus bis vor den durch Sicherheitsglas abgetrennten Teil des Labors und rammen die Glasscheibe, bis diese zu splittern beginnt. Bevor die Scheibe vollends nachgibt, wird Robert klar, dass es dem Anführer der Infizierten nur um die Herausgabe der Versuchsperson geht, die offenbar seine Gefährtin ist. Das Sinnbild des Schmetterlings wird auch hier wieder aufgegriffen. Der Anführer der Infizierten „malt“ mit dem Dreck seiner Hände einen Schmetterling an die Glastür, woraufhin Robert sich an das Schmetterlingstattoo auf dem Körper der Gefährtin erinnert und diese hinausgibt. Die Infizierten wollen nicht gerettet werden, da sie mittlerweile eine Parallelgesellschaft bilden. Nachdem Robert die Versuchsperson freigegeben hat, verlassen die Infizierten das Labor. Robert, Anna und Ethan machen sich auf den Weg nach Vermont.

Das alternative Ende hält sich näher an die Romanvorlage, in der die Infizierten ebenfalls nicht gerettet werden wollen. Überraschend wird klar, dass sie keine seelenlosen Monster in der Art von Zombies sind, sondern eine neue Gesellschaft aufgebaut haben. In der Romanvorlage sind sie sogar die „einzige“ verbleibende Gesellschaft und damit die Zukunft der Menschheit, da es hier keine „Lager der Überlebenden“ gibt.


Hintergrund:

Am Straßenrand parkende Autos wurden mit Staub versehen, um den Eindruck zu erwecken, sie würden dort schon seit Jahren stehen.
Die Außenaufnahmen für Nevilles Wohnung wurden am Washington Square Arch gedreht.
Das Set für die Aufnahmen der von Neville gesprengten Autos vor seiner Wohnung

Die Buchvorlage Ich bin Legende, das Erstlingswerk von Richard Matheson, wurde erstmals 1963 als The Last Man on Earth mit Vincent Price in der Hauptrolle verfilmt, allerdings wurde der Name der Hauptfigur von Neville auf Morgan geändert.

Warner Bros. besitzt seit den 1970er-Jahren die Rechte zur Verfilmung des Buches. Die zweite filmische Umsetzung erfolgte unter dem Titel Der Omega-Mann im Jahr 1971 mit Charlton Heston in der Titelrolle.

Ridley Scott wollte 1997 das Thema mit Arnold Schwarzenegger verfilmen. Das Projekt scheiterte jedoch am Budget von mindestens 200 Millionen US-Dollar. Michael Bay und Will Smith planten 2002 eine Verfilmung des Themas, entschieden sich jedoch dafür, dem Dreh von Bad Boys II den Vorzug zu geben.

Für die Dreharbeiten von 2006 wurden in New York City die Fifth Avenue, die Brooklyn Bridge, der Washington Square Park sowie der Viadukt zwischen Grand Central Terminal und der Park Avenue von September 2006 bis April 2007 nachts und an Wochenenden gesperrt. Zugleich wurden Pflanzen aus Florida per Lastkraftwagen eingeführt, um die Straßen zu dekorieren, so dass der Eindruck entsteht, sie seien von der Vegetation zurückgewonnen worden. Für die durch die Dreharbeiten entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigte sich Will Smith bei der Premiere in New York bei den Einwohnern der Stadt.

Smiths Tochter, Willow Smith, spielt die Rolle der Tochter von Robert Neville und macht es ihrem Bruder Jaden gleich, der bereits in Das Streben nach Glück an der Seite seines Vaters spielen durfte. Für die Hauptrolle wurden neben Smith auch Ted Levine, Tom Cruise und Nicolas Cage in Betracht gezogen.

Die Schreie der infizierten Kreaturen stammen von Mike Patton, dem Sänger der Band Faith No More.

Der Film feierte am 5. Dezember 2007 seine Weltpremiere in Tokio, am 11. Dezember 2007 wurde er in New York City zum ersten Mal in den USA gezeigt. In Europa lief der Film erstmals am 19. Dezember 2007 in Belgien, die deutschsprachige Premiere fand am 19. Dezember 2007 in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.[4] Als deutschsprachige Free-TV-Premiere wurde der Film am 7. Februar 2010 auf ProSieben gezeigt.

I Am Legend wurde in New York City, New York, Los Angeles, Kalifornien und West Amwell, New Jersey gedreht. Dabei entstanden in West Amwell lediglich die Außenaufnahmen der Herbstlandschaft, da am ursprünglichen Set bereits die Bäume ihr Laub verloren hatten.


Kritiken:

Holger Römers beschreibt I Am Legend in seiner Kritik für den film-dienst als „Charakterstudie“, Hauptdarsteller Smith verkörpere „genau die richtige Mischung aus Optimismus und unterschwelliger Verzweiflung“. Er resümiert, dass der Film „insgesamt ein erfreulich solides Stück Blockbuster-Genrekino“ abgebe.

Für Roger Ebert enthielt der Film „einige einprägsame Momente“, er lobte die Spezialeffekte am Anfang des Filmes, die aber bei der Darstellung der Infizierten nicht sehr effektiv seien.

Tobias Kniebe, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, lobt: „Diese fundamentale Skepsis und die Ernsthaftigkeit, […], heben den Film über das Genre – und die hektische Dummheit des üblichen Hollywood-Actionmaterials – weit hinaus.“

Andreas Müller vom Humanistischen Pressedienst sah in „I am Legend“ eine „Auseinandersetzung mit der Religion in ihrer ursprünglichen, fundamentalistischen Variante“. So „durchziehen den Film christliche Motive, […] Kruzifixe, Psalmen und weitere Anspielungen tauchen zunehmend häufig auf“. „Im Christentum gilt der Schmetterling als Symbol für Auferstehung“, auf ein eben solches „Schmetterlings-Tattoo von Anna“, weist ihn die Stimme seiner verstorbenen Tochter hin. Daraufhin „opfert [er] sich für Anna und das Heilserum“ und hat „die Menschheit erlöst“. Der Film sei nach Müllers Meinung „ein apokalyptisches Weltuntergangsszenario nach biblischem Vorbild“ sein Fazit lautet: „Endzeitchristen lachen sich heimlich ins Fäustchen, dass sie Hollywood mit einem millionenschweren Blockbuster in ihren Untergangs- und Vernichtungsfantasien bestätigt.“


Quelle: Wikipedia

REZENSION(EN)

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