{"id":7944,"date":"2013-05-24T15:52:01","date_gmt":"2013-05-24T13:52:01","guid":{"rendered":"http:\/\/fdb.fjon.de\/?p=7944"},"modified":"2016-07-19T11:07:55","modified_gmt":"2016-07-19T09:07:55","slug":"amok-columbine-school-massacre-2009","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fdb.fjon.de\/?p=7944","title":{"rendered":"Amok &#8211; Columbine School Massacre (2009)"},"content":{"rendered":"<table id=\"table4\" style=\"border-collapse: collapse;\" width=\"100%\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8033\" alt=\"icon_info_50\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/icon_info_50.jpg\" width=\"50\" height=\"50\" \/>\u00a0 <a href=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/glossar\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5433\" alt=\"FSK_ab_18_logo_50\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/FSK_ab_18_logo_50.jpg\" width=\"50\" height=\"50\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/glossar\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5601\" alt=\"DIVX_logo_50\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/DIVX_logo_50.jpg\" width=\"118\" height=\"50\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/glossar\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8035\" alt=\"DolbyDigital_50\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/DolbyDigital_50.jpg\" width=\"127\" height=\"50\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.best-trade.de\/?search=Columbine+School+Massacre&amp;searcho=1&amp;su=\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-8478\" alt=\"bt_shop\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/bt_shop-150x50.jpg\" width=\"150\" height=\"50\" \/><\/a><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table id=\"table1\" width=\"100%\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"justify\" valign=\"top\" width=\"320\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.moviepilot.de\/files\/images\/0651\/5880\/April_Showers.jpg\" width=\"320\" height=\"474\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\" valign=\"top\" width=\"320\">Der Amoklauf an der Columbine High School wurde am 20. April 1999 von zwei Sch\u00fclern der Columbine High School in Columbine, einem gemeindefreien Ort nahe Denver und Littleton im US-Bundesstaat Colorado, ver\u00fcbt. Eric Harris (18) und Dylan Klebold (17) ermordeten dabei zw\u00f6lf Sch\u00fcler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. Au\u00dferdem verwundeten sie 24 weitere Menschen und t\u00f6teten anschlie\u00dfend sich selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: x-large;\"><!--more--><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.moviepilot.de\/files\/images\/0651\/5880\/April_Showers.jpg\" width=\"640\" height=\"949\" border=\"0\" \/><\/span><\/h2>\n<h2 id=\"blogvision\" style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" style=\"width: 640px; height: 360px;\" src=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/_video\/iblogvision.aspx?cmedia=19333609\" height=\"240\" width=\"320\" frameborder=\"0\"><\/iframe><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/145862.html\" target=\"_blank\">Amok &#8211; Columbine School Massacre<\/a><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/T_fiiRN6aXc\" height=\"360\" width=\"640\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">HINTERGRUND (DOKU):<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Der Amoklauf an der Columbine High School wurde am 20. April 1999 von zwei Sch\u00fclern der Columbine High School in Columbine, einem gemeindefreien Ort nahe Denver und Littleton im US-Bundesstaat Colorado, ver\u00fcbt. Eric Harris (18) und Dylan Klebold (17) ermordeten dabei zw\u00f6lf Sch\u00fcler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. Au\u00dferdem verwundeten sie 24 weitere Menschen und t\u00f6teten anschlie\u00dfend sich selbst.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">T\u00e4ter:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Eric David Harris (* 9. April 1981; \u2020 20. April 1999) und Dylan Bennet Klebold (* 11. September 1981; \u2020 20. April 1999) waren gute und eher unauff\u00e4llige Sch\u00fcler, die an der Columbine High School einer Gruppe von Au\u00dfenseitern, der sogenannten Trenchcoat-Mafia nahestanden. Deren Mitglieder trugen meist schwarze Kleidung und sahen sich, wie Harris und Klebold, h\u00e4ufig Schikanen sportlich aktiver Jungen, sogenannter Jocks, ausgesetzt. W\u00e4hrend beide Sch\u00fcler von Mitsch\u00fclern als relativ isoliert und unbeliebt beschrieben wurden, galten sie jedoch nicht als vollkommene Au\u00dfenseiter. Beide T\u00e4ter hatten einen \u00e4lteren Bruder und stammten aus relativ wohlhabenden Mittelstandsfamilien und geordneten Verh\u00e4ltnissen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Dylan Klebold nahm als Kind an einem Programm f\u00fcr besonders begabte Sch\u00fcler teil, Eric Harris galt bis zuletzt als sehr guter und interessierter Sch\u00fcler. Als Kind litt er nach eigenen Angaben unter den h\u00e4ufigen Umz\u00fcgen der Familie, bedingt durch den Beruf seines Vaters, der beim Milit\u00e4r arbeitete, und den damit verbundenen, mehrfachen Schulwechseln.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">1993 lie\u00df sich die Familie Harris schlie\u00dflich fest in Littleton, einem Vorort von Denver, nieder. Die beiden sp\u00e4teren T\u00e4ter lernten sich auf der Ken Caryl Middle School kennen und wurden enge Freunde. Beide gingen ab 1995 auf die Columbine High School.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Bis auf einen Autoeinbruch im Januar 1998 waren die beiden Attent\u00e4ter bis zu ihrer Tat nie sonderlich aufgefallen. Sie zeigten sich nach dem Einbruch einsichtig und wurden von Erziehungsma\u00dfnahmen, zu denen sie auf Grund des Vorfalls verurteilt worden waren, fr\u00fcher als vorgesehen freigestellt.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Eric Harris betrieb seit Ende 1996 eine eigene Website, auf der er zun\u00e4chst haupts\u00e4chlich selbst erstellte Levels f\u00fcr das Computerspiel Doom ver\u00f6ffentlichte. Ab 1997 begann er dort aber auch \u00fcber seinen wachsenden Hass auf Gesellschaft und Mitmenschen zu schreiben. Als er auf seiner Website Mitte 1998 Morddrohungen gegen einen Mitsch\u00fcler aussprach, meldete dies die Mutter des betroffenen Sch\u00fclers der Polizei, die jedoch den Vorw\u00fcrfen nicht nachging.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Aus Tagebucheintr\u00e4gen geht hervor, dass das Duo sp\u00e4testens seit Mitte 1998 den Entschluss gefasst hatte, einen Amoklauf an ihrer Schule zu begehen. Ihr akribisch ausgearbeiteter Plan sah es vor, w\u00e4hrend der Pause die Schulcafeteria mit eigens gebauten Zeitbomben zu sprengen und anschlie\u00dfend m\u00f6glichst viele \u00dcberlebende zu erschie\u00dfen. Zudem platzierten sie ebenfalls Zeitbomben in ihren Autos, die anschlie\u00dfend Polizei und Rettungspersonal treffen sollten. Sie hofften dabei, mehrere hundert Menschen zu t\u00f6ten und in puncto Opferzahl den Bombenanschlag in Oklahoma City von 1995 zu \u00fcbertreffen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Tat sind bis heute unklar. Als eines der Hauptmotive werden immer wieder Rachegel\u00fcste aufgrund Mobbings, mangelnder sozialer Akzeptanz und Ausgrenzung angef\u00fchrt. Beide Sch\u00fcler galten als unbeliebt und als Au\u00dfenseiter, wenngleich sie jedoch keine typischen Mobbingopfer waren. Es wird vermutet, dass sich dennoch durch Dem\u00fctigungen und Isolierung bei Harris und Klebold im Laufe der Zeit ein Hass auf die gesamte Schule entwickelte und das Bed\u00fcrfnis, sich f\u00fcr ihnen widerfahrenes Unrecht zu r\u00e4chen. Zeugen berichteten, dass besonders Eric Harris h\u00e4ufig Schikanen ausgesetzt war.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eRache\u201c f\u00fcr soziale Missachtung und Mobbing wird jedoch heute nicht als ausschlie\u00dfliches Motiv angesehen und wurde besonders in den letzten Jahren in Frage gestellt. Beide T\u00e4ter hatten teils schwere psychische Probleme, Harris nahm von 1998 bis zu seinem Tod das Antidepressivum Luvox.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Harris und Klebold f\u00fchrten ab 1998 Tageb\u00fccher, anhand derer Experten im Nachhinein versuchten ein psychologisches Profil zu erstellen. W\u00e4hrend man Dylan Klebold eher als depressiv und suizidal beschrieb, charakterisierte man Eric Harris teilweise als antisozial, narzisstisch, manipulativ und psychopathisch. Harris attestierte man anhand seiner Tagebucheintr\u00e4ge zudem einen \u201e\u00dcberlegenheitskomplex\u201c. In seinem Tagebuch beschrieb er zudem einen Hass auf die Gesellschaft, sowie den Wunsch die Menschheit auszul\u00f6schen. Sein erster Eintrag beginnt mit den Worten \u201eI hate the fucking world\u201c. Zwar wird Eric Harris heute h\u00e4ufig auch als die treibende Kraft beim Columbine-Amoklauf beschrieben, es war jedoch Dylan Klebold, der in seinem Tagebuch als Erster konkrete Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Anschlag auf ihre Schule beschrieb.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Von den Medien wurde auch die Vorliebe der T\u00e4ter f\u00fcr gewaltt\u00e4tige Filme und Computerspiele sowie f\u00fcr Bands wie Rammstein oder KMFDM aufgegriffen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">In einem Video, das die beiden kurz vor dem Amoklauf aufnahmen, erkl\u00e4rte Harris:<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eThere is nothing that anyone could have done to prevent this. No one is to blame except me and voDKa [Klebolds Spitzname]. Our actions are a two man war against everyone else.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Es gibt nichts, das irgendjemand h\u00e4tte tun k\u00f6nnen, um dies zu verhindern. Niemand au\u00dfer mir und voDKa (Klebolds Spitzname) kann verantwortlich gemacht werden. Unsere Aktionen sind ein Zwei-Mann-Krieg gegen alle anderen.\u201c<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Beide waren allerdings nach au\u00dfen hin weitgehend unauff\u00e4llig, ihre pers\u00f6nlichen und psychischen Probleme wurden weder von Eltern, Lehrern oder ihrem sozialen Umfeld hinreichend erkannt. Ihre Absichten und Planungen, ihr angeh\u00e4uftes Waffenarsenal, bestehend aus Schrotgewehren, 9mm-Waffen und mehreren Dutzend selbstgebauter Bomben, sowie ihre Schie\u00df\u00fcbungen im Wald blieben somit bis zuletzt unbemerkt. Sie standen dennoch mehrfach kurz davor, bei ihren Planungen entdeckt zu werden. Einige Personen aus dem Umfeld der T\u00e4ter berichteten Teils auch \u00fcber Signale, Anzeichen und Aussagen der T\u00e4ter, die r\u00fcckwirkend eventuell als Vorandeutung des Amoklaufs angesehen werden konnten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Der Amoklauf am 20. April 1999 fand nur 17 Tage vor ihrem Schulabschluss und kurz vor den letzten Pr\u00fcfungen ihres Jahrgangs statt. Beide Attent\u00e4ter hatten sich auch bereits zu Zukunftspl\u00e4nen ge\u00e4u\u00dfert. Harris hatte sich, unterst\u00fctzt durch seinen Vater, bei der US-Marine beworben, Klebold war bereits f\u00fcr ein Studium an der University of Arizona akzeptiert worden.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">W\u00e4hrend des Amoklaufs verwendete Harris eine abges\u00e4gte Pumpgun und eine halbautomatische Schusswaffe. Klebold war mit einer halbautomatischen Pistole, einer Tec-9, und einer doppell\u00e4ufigen abges\u00e4gten Schrotflinte bewaffnet. Die Waffen hatten sie sich durch vollj\u00e4hrige Freunde besorgen lassen, von denen Mark Manes und Philip Duran nach der Bluttat zu mehrj\u00e4hrigen Haftstrafen verurteilt wurden. Manes und Duran war jedoch nicht bewusst, wof\u00fcr die Waffen verwendet werden sollten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Harris\u2019 und Klebolds Leichen wurden von ihren Eltern aus Angst vor Grabsch\u00e4ndungen einge\u00e4schert. Die Eltern \u00e4u\u00dferten sich erst Jahre nach der Tat zu den Vorf\u00e4llen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Opfer:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Es gibt bis heute keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass sich Harris und Klebold ihre Opfer gezielt aussuchten, um m\u00f6glicherweise alte Rechnungen zu begleichen. Gleichwohl gibt es Anhaltspunkte, dass sie das &#8222;System Columbine&#8220; mit seinen t\u00e4glichen Schikanen zerst\u00f6ren wollten. Die anf\u00e4ngliche Behauptung, dass die T\u00e4ter aus rassistischen Gr\u00fcnden gehandelt h\u00e4tten, konnte nicht lange aufrechterhalten werden. So war nur eines der Opfer, Isaiah Shoels, dunkelh\u00e4utig.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #333333;\">Auch schrieb Harris u.a. in seinem Tagebuch:<\/span><\/strong><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201cYou know what I hate? Racism. Anyone who hates Asians, Mexicans, or people of any race because they&#8217;re different.\u201d<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eWei\u00dft Du was ich hasse? Rassismus. Jeden, der Asiaten, Mexikaner oder Menschen einer beliebigen Rasse wegen ihrer Andersartigkeit hasst.\u201c<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Es gab eine Todesliste, doch nur einer der darauf Genannten wurde w\u00e4hrend der Tat leicht verletzt.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Todesopfer:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Cassie Rene Bernall (* 6. November 1981) (\u2020 17)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Steven Robert Curnow (* 28. August 1984) (\u2020 14)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Corey Tyler DePooter (* 3. M\u00e4rz 1982) (\u2020 17)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Kelly Ann Fleming (* 6. Januar 1983) (\u2020 16)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Matthew Joseph Kechter (* 19. Februar 1983) (\u2020 16)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Daniel Conner Mauser (* 25. Juni 1983) (\u2020 15)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Daniel Lee Rohrbough (* 2. M\u00e4rz 1984) (\u2020 15)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Rachel Joy Scott (* 5. August 1981) (\u2020 17)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Isaiah Eamon Shoels (* 4. August 1980) (\u2020 18)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">John Robert Tomlin (* 1. September 1981) (\u2020 17)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Lauren Dawn Townsend (* 17. Januar 1981) (\u2020 18)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Kyle Albert Velasquez (* 5. Mai 1982) (\u2020 16)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Lehrer David \u201eDave\u201c William Sanders (* 22. Oktober 1951) (\u2020 47)<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00dcberlebende:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Medien verfolgten sp\u00e4ter viele der Einzelschicksale, darunter das einer seit dem Massaker im Rollstuhl sitzenden Sch\u00fclerin, deren Mutter das Leid ihrer Tochter nicht mehr ertragen konnte und sich das Leben nahm.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Crystal Woodman Miller \u00fcberlebte das Massaker und verfasste ein Buch, in dem sie ihre Erlebnisse w\u00e4hrend der Ereignisse und das Leben danach beschrieb.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Samuel J. Granillo widmete sich nach dem Amoklauf der Filmbranche und arbeitete als Produzent sowie Kameramann an diversen US amerikanischen Fernsehproduktionen. 2012 verlor er einen Freund beim Amoklauf von Aurora. Am Ende desselben Jahres drehte er mit den \u00dcberlebenden von Columbine, die Dokumentation Columbine: Wounded Minds, welches das Leben der Sch\u00fcler nach dem Massaker erz\u00e4hlt.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Tatverlauf<\/strong><\/span><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>:<\/strong><\/span><br \/>\n<strong><span style=\"color: #333333;\"> Vorbereitung<\/span><\/strong><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Schon mindestens ein Jahr vor dem 20. April 1999 begannen Harris und Klebold mit der minuti\u00f6sen Planung eines Anschlags auf die Columbine High School. In Vorbereitung auf die Tat bauten sie Rohrbomben, beschafften Waffen und Munition und studierten gr\u00fcndlich die Abl\u00e4ufe und Gewohnheiten an der Schule. Ihr urspr\u00fcnglicher Plan sah die Detonation von zwei 10 kg schweren Propangasbomben vor, die sie zuvor in der Cafeteria deponieren wollten. Anschlie\u00dfend beabsichtigen Harris und Klebold nach der Explosion m\u00f6glichst viele fl\u00fcchtende Mitsch\u00fcler zu erschie\u00dfen. Weitere Sprengs\u00e4tze sollten in der n\u00e4heren Umgebung der Schule detonieren, um eintreffende Polizisten und Rettungskr\u00e4fte zun\u00e4chst vom Zentrum des Geschehens abzulenken. Sie hofften insgesamt mehrere hundert Menschen zu t\u00f6ten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Das FBI vermutete sp\u00e4ter, dass es tats\u00e4chlich zu einer derartig hohen Opferzahl gekommen w\u00e4re, h\u00e4tten die Bomben nicht auf Grund eines technischen Defekts versagt. Aus Tagebucheintr\u00e4gen und von den T\u00e4tern gedrehten Videob\u00e4ndern, die sp\u00e4ter von der Polizei sp\u00e4ter beschlagnahmt wurden, schloss man auch, dass die beiden von Anfang an beabsichtigten, am 20. April 1999 in ihrer Schule zu sterben.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Auf dem Schulhof:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Harris und Klebold fuhren am Morgen des 20. April 1999 getrennt mit dem Auto zur Schule. Sie erreichten die Columbine High School um etwa 11:10 Uhr. Harris soll wenige Minuten vor der Tat noch einen Mitsch\u00fcler auf dem Parkplatz getroffen haben, den er aufforderte, das Schulgel\u00e4nde zu verlassen. Bei ihren Autos bewaffneten sich die T\u00e4ter, trafen sich anschlie\u00dfend bei Harris&#8216; Wagen und r\u00fcsteten sich mit zwei Sporttaschen aus, in denen sich zwei neun Kilogramm schwere Propangasbomben befanden. Sie gingen daraufhin in die Schulcafeteria, wo sie die Taschen wenige Minuten vor Beginn der Mittagspause ablegten. Die Bomben sollten gegen 11:17 detonieren. Anschlie\u00dfend verlie\u00dfen die beiden Attent\u00e4ter das Schulgeb\u00e4ude wieder und warteten auf dem Hof auf die Explosion.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Bomben versagten jedoch auf Grund eines Fehlers. Harris und Klebold diskutierten kurz \u00fcber den weiteren Ablauf und er\u00f6ffneten schlie\u00dflich um 11:19 Uhr am oberen Ende der Schultreppe vor dem Westeingang der Schule das Feuer. Als erste wurde Rachel Scott (17) von einer Kugel getroffen, sie starb durch einen Kopfschuss. Neben Rachel Scott wurde auch Richard Castaldo angeschossen, der seitdem auf einen Rollstuhl angewiesen ist.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Zwei weitere Sch\u00fcler, die unterhalb der Treppe auf einem H\u00fcgel sa\u00dfen, wurden ebenfalls durch Sch\u00fcsse verletzt. Nach einem Kopfschuss starb auch Daniel Rohrbough, der mit seinen Freunden Lance Kirklin und Sean Graves gerade die Treppe, an der Harris und Klebold gestanden hatten, hinaufging und daher keine M\u00f6glichkeit hatte zu entkommen. Rohrboughs Freunde \u00fcberlebten schwer verletzt. Videofilmer in \u00fcber der Schule kreisenden Hubschraubern fingen das Bild des in einer Blutlache liegenden Rohrbough ein und dokumentierten damit schon fr\u00fchzeitig das Ausma\u00df des Amoklaufs. Auf dem Schulhof wurden weitere Sch\u00fcler schwer verletzt.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">In den ersten Minuten nach Beginn des Amoklaufs hielten einige Sch\u00fcler und Lehrer die Schie\u00dferei f\u00fcr einen Streich des Abschlussjahrgangs, dem auch Harris und Klebold angeh\u00f6rten. Die Lehrerin Patti Nielson hielt die Waffen der Attent\u00e4ter f\u00fcr Spielzeugpistolen. Als sie den beiden die Waffen abnehmen wollte, wurde sie angeschossen. Der Notruf aus der Bibliothek wurde durch die Medien weiter verbreitet. Der Lehrer Dave Sanders forderte in der Cafeteria derweil die Sch\u00fcler energisch zur Flucht auf, ehe er Minuten sp\u00e4ter selbst angeschossen wurde. Er konnte sich zun\u00e4chst schwerverletzt in einem Klassenzimmer in Sicherheit bringen, wo er von einem Sch\u00fcler und Kollegen versorgt wurde. Er starb gegen 15:00 Uhr nachmittags auf dem Weg ins Krankenhaus aufgrund seines hohen Blutverlustes.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">In der Bibliothek:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Nachdem Harris und Klebold in den G\u00e4ngen der Schule wild und ziellos um sich geschossen hatten und eine Sch\u00fclerin dabei am Kn\u00f6chel getroffen wurde, gingen sie in die Bibliothek, wo es zu den meisten Todesopfern kam. Zwischen 11:29 und 11:36 Uhr nahmen die beiden Sch\u00fcler nacheinander gezielt die einzelnen Tische unter Beschuss. Die etwa 50 Sch\u00fcler, die sich unter den Tischen versteckten, wurden dabei von den beiden Sch\u00fctzen verspottet. Ob \u2013 und wenn ja \u2013 welche verbalen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Todessch\u00fctzen und den Opfern stattfanden, konnte nie eindeutig gekl\u00e4rt werden. Fest steht, dass die beiden T\u00e4ter \u00e4u\u00dferst brutal vorgingen. Cassie Bernall (17), die sich unter einem Tisch versteckte, wurde von Harris aus kurzer Distanz mit einem Kopfschuss get\u00f6tet, der R\u00fccksto\u00df der Schrotflinte brach ihm dabei selbst die Nase. Daniel Mauser (15), dem vorletzten Todesopfer, dessen Vater in der Dokumentation Bowling for Columbine zu sehen ist, wurde ins Gesicht geschossen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Nachdem Harris und Klebold erfolglos die in der Bibliothek anwesenden Sportler (&#8222;Jocks&#8220;) aufgefordert hatten, aufzustehen und sich zu zeigen, schoss Klebold auf Kyle Velasquez (16), den einzigen Sch\u00fcler, der sich nicht unter einem Tisch versteckte. Harris schoss unterdessen einige Male aus dem Fenster, um fliehende Sch\u00fcler und Polizeikr\u00e4fte zu treffen. Kurze Zeit darauf konfrontierte er eine Sch\u00fclerin mit der Frage, ob sie heute sterben wolle, und verspottete sie, als sie ihn anflehte, sie nicht zu t\u00f6ten. Der Afroamerikaner Isaiah Shoels (18) wurde als einziger Sch\u00fcler wegen seiner Hautfarbe get\u00f6tet, nachdem er zuvor mit rassistischen Spr\u00fcchen gedem\u00fctigt worden war. Neben ihm starb auch Matthew Kechter (16), w\u00e4hrend der Bruder der bereits get\u00f6teten Rachel Scott nur deshalb \u00fcberlebte, weil er sich in die Blutlachen seiner beiden Freunde warf und so die beiden Sch\u00fctzen t\u00e4uschen konnte.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Eric Harris und Dylan Klebold schossen weiter auf ihre Mitsch\u00fcler und warfen kleine Sprengs\u00e4tze unter und auf die Tische der Bibliothek. Mehrmals feuerten sie unter einen Tisch nahe dem Eingang, unter dem sich vier M\u00e4dchen versteckt hatten. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt; Lauren Townsend (18) und Kelly Fleming (16) \u00fcberlebten den Kugelhagel nicht. Nur einem Mitsch\u00fcler erlaubten die beiden Attent\u00e4ter, die Bibliothek zu verlassen: John Savage, einem Freund Dylan Klebolds, welcher sp\u00e4ter aussagte, dass er immer versucht habe, Harris und Klebold mit Respekt zu behandeln, w\u00e4hrend Steven Curnow (14), Corey DePooter (17) und John Tomlin (17) des Weiteren zu den zehn Mordopfern in der Bibliothek geh\u00f6rten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Klebold und Harris verlie\u00dfen die Bibliothek schlie\u00dflich in Richtung Cafeteria, wo sie die dort deponierten Bomben durch Sch\u00fcsse doch noch zur Detonation bringen wollten. Nachdem sie in der Cafeteria auf einem Tisch einen Molotowcocktail gez\u00fcndet hatten, verlie\u00dfen sie diese in Richtung s\u00fcdlichen Teil der Schule. Dabei schossen sie auf den G\u00e4ngen ziellos um sich. Durch die kleinen Fenster in den T\u00fcren der Klassenr\u00e4ume konnten sie sehen, dass sich noch viele Sch\u00fcler in der Schule befanden. Harris und Klebold machten jedoch keine Anstalten, diese R\u00e4ume zu betreten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">In der Vermutung, dass die Polizei demn\u00e4chst das Schulgeb\u00e4ude st\u00fcrmen w\u00fcrde, zogen sich Eric Harris und Dylan Klebold schlie\u00dflich wieder in die Bibliothek zur\u00fcck. Sie schossen noch vereinzelt aus dem Fenster, nahmen sich dann aber um 12:08 Uhr, neben dem Tisch, unter dem die Leichen von Isaiah Shoels und Matthew Kechter lagen, durch Kopfsch\u00fcsse selbst das Leben. Viele der \u2013 gr\u00f6\u00dftenteils verletzten \u2013 Sch\u00fcler waren bereits zuvor durch die Notausg\u00e4nge aus der Bibliothek geflohen. Dass sich neben den zehn Toten auch noch zwei schwerverletzte Sch\u00fcler befanden, hatten die Amokl\u00e4ufer nach ihrer R\u00fcckkehr aus der Cafeteria offenbar nicht bemerkt. Einer der beiden rettete sich um 14:38 Ortszeit selbst\u00e4ndig aus dem Fenster in die Arme von Rettungskr\u00e4ften. Erst durch ihn erfuhren Rettungsmannschaften vom Tod der Attent\u00e4ter und retteten die beinahe verblutende Mitsch\u00fclerin.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Ende der Schie\u00dferei:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Gegen 12.45 Uhr betraten die ersten Spezialeinheiten der Special Weapons and Tactics (SWAT) die Columbine High School, die alle Klassenr\u00e4ume der Sch\u00fcler \u00fcberpr\u00fcften und noch zahlreiche Sch\u00fcler in Sicherheit brachten. Etwa 20 Minuten vorher war von der SWAT noch zus\u00e4tzliche Munition angefordert worden. Um 13:00 Uhr wurde gemeldet, dass in der Schule mehrere Rohrbomben versteckt seien. Nachdem die Sch\u00fcler und Lehrer verh\u00f6rt und verarztet worden waren, brachte man sie zu ihren Angeh\u00f6rigen, die sich in der Leawood Elementary School aufhielten. Erst um 15:22 Uhr erreichte die erste SWAT-Einheit die Bibliothek. Sie meldete den Fund von zw\u00f6lf Leichen, darunter die beiden mutma\u00dflichen T\u00e4ter, sowie einer schwer verletzten Sch\u00fclerin.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Gegen 16:00 Uhr sch\u00e4tzte der Sheriff die Anzahl der Todesopfer auf etwa 25. Er gab au\u00dferdem bekannt, dass die Spezialeinheit die Leichen von Eric Harris und Dylan Klebold in der Bibliothek gefunden habe. Gegen 16:30 Uhr wurde die Schule als gesichert erkl\u00e4rt. Etwa eine Stunde sp\u00e4ter wurden jedoch zus\u00e4tzliche Beamte an den Tatort gerufen, da in den Autos der T\u00e4ter, am Schulparkplatz zahlreiche kleinere Bomben aufgefunden worden waren. Die Leichen innerhalb des Schulgeb\u00e4udes wurden auf Grund der langwierigen Ermittlungen der Spurensicherung erst am darauf folgenden Tag in die Gerichtsmedizin \u00fcberf\u00fchrt.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Folgen der Tat:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Auch wenn durch den Amoklauf von Littleton im Hinblick auf die dort geschehenen Grausamkeiten eine neue Dimension der Gewalt offenkundig wurde, so waren Vorf\u00e4lle dieser Art in den Vereinigten Staaten bis dato nicht unbekannt. F\u00e4lle, in denen Kinder oder Jugendliche an Schulen Mitsch\u00fcler t\u00f6teten, hatten sich in den Monaten zuvor bereits in Springfield (US-Staat Oregon), Pomona (Kalifornien), Jonesboro (Arkansas), West Paducah (Kentucky) und Pearl (Mississippi) ereignet.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">In den Blickpunkt gerieten auch nach dem Vorfall in Columbine Computerspiele wie First-Person-Shooter sowie Filme wie Natural Born Killers, die nach Meinung einiger Kritiker die Hemmschwelle zur Gewalt bei Jugendlichen deutlich verringern w\u00fcrden. Auch die Heavy-Metal-\/Rock-Szene geriet ins Blickfeld der Kritik. Gruppen wie Marilyn Manson und Rammstein sollen mit ihren Texten die M\u00f6rder direkt beeinflusst haben. Zudem seien sie Black-Metal-Fans und von Okkultismus, dem B\u00f6sen, dem Nationalsozialismus und Adolf Hitler (das Datum des Schulmassakers fiel auf Hitlers Geburtstag) fasziniert gewesen. Michael Moynihan, Post-Industrial-Musiker und Autor des Buches Lords of Chaos, betont jedoch, dass die T\u00e4ter keine Black-Metal-Fans gewesen seien und es in den Vereinigten Staaten keine Black-Metal-Szene gebe.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Das vielen als zu liberal geltende US-Waffengesetz kam in den Wochen und Monaten nach dem Massaker ebenfalls auf den Pr\u00fcfstand. Der Filmemacher Michael Moore nahm die Ereignisse an der Columbine High School zum Anlass, 2002 in seinem Film Bowling for Columbine den Umgang mit Waffen, Waffenhandel und Waffenindustrie in den USA und Kanada zu thematisieren. Moore kam in seinem Dokumentarfilm zu dem Ergebnis, dass es in den Vereinigten Staaten j\u00e4hrlich 11.000 Todesopfer durch Schusswaffen gebe und verglich die Zahl mit der von Kanada \u2013 einem nicht weniger waffenvernarrten Land, mit aber &#8222;nur&#8220; 165 Todesopfern durch Schusswaffen pro Jahr. Der US-Schauspieler Charlton Heston, zu jener Zeit Vorsitzender der National Rifle Association, verteidigte dagegen den Waffenbesitz als gesetzlich festgeschriebenes, amerikanisches Grundrecht zur pers\u00f6nlichen Verteidigung.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Da die These, dass Jugendliche auf Grund von Gewaltdarstellungen in Medien und Computerspielen zu solchen Ausbr\u00fcchen verleitet w\u00fcrden, umstritten ist und auch nicht die Frage beantwortet, warum diese Form der Gewalt ausgerechnet gegen Mitsch\u00fcler Anwendung findet, konzentrierte sich die \u00d6ffentlichkeit bald auf das soziale Umfeld von Harris und Klebold. Bekannt wurde, dass die beiden Attent\u00e4ter auf Grund ihres \u00f6ffentlichen Auftretens in ihrem sozialen Umfeld auf Ablehnung stie\u00dfen und von Mitsch\u00fclern gemobbt wurden. So sollen sie beispielsweise permanent den Angriffen von erfolgreichen Sportlern der Columbine High ausgesetzt und auch in den Gruppenzusammenhang der Trenchcoat-Mafia nicht wirklich integriert gewesen sein. Auf den hinterlassenen Videob\u00e4ndern bekr\u00e4ftigen die beiden Jugendlichen, dass sie keine Freude am Leben h\u00e4tten und zur Durchf\u00fchrung ihrer Tat entschlossen seien.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Mobbing wird bei fast allen Amokl\u00e4ufen an Schulen f\u00fcr die Hauptursache gehalten, so auch bei dem Amoklauf von Winnenden, dem Amoklauf von Kauhajoki, dem Schulmassaker von Jokela, dem Amoklauf von Emsdetten und dem Amoklauf von Ansbach.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Suche nach Schuldigen:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Mit der Ursachenforschung ging auch die Suche nach Mitverantwortlichen einher. Nicht zuletzt wegen konkreter Anschuldigungen von Eltern der Columbine-Opfer gerieten die Eltern der beiden Attent\u00e4ter in die Kritik, sich nicht ausreichend um ihre Kinder gek\u00fcmmert und Warnsignale \u00fcbersehen zu haben. Michael und Vonna Shoels, die nach dem Tod ihres Sohnes Littleton verlie\u00dfen, verklagten die Eltern von Eric Harris und Dylan Klebold auf ein Schmerzensgeld in H\u00f6he von 250 Mio US-Dollar.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Auch die Columbine High School und das Polizeipr\u00e4sidium von Jefferson County (Landkreis Jefferson) wurden von betroffenen Eltern verklagt. Der Polizei wurde vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen die beiden Attent\u00e4ter vorgegangen zu sein, nachdem die ersten Einsatzkr\u00e4fte an der Schule eingetroffen waren. Gem\u00e4\u00df den Vorschriften verschanzten sich diese hinter ihren Wagen und warteten auf Verst\u00e4rkung aus der Polizeizentrale. Die Eltern der ermordeten Sch\u00fcler gehen davon aus, dass durch ein z\u00fcgigeres Einschreiten die Gewalttaten in der Bibliothek h\u00e4tten verhindert werden k\u00f6nnen. Inzwischen wurden die in solchen F\u00e4llen angewandten Verfahrensrichtlinien vom Polizeipr\u00e4sidium von Jefferson County ge\u00e4ndert.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Konsequenzen:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Das Tatmotiv der Amokl\u00e4ufer bleibt weiterhin unklar. Auch Untersuchungen der CIA und des Bildungsministeriums brachten keine neuen Erkenntnisse dar\u00fcber, warum einige Sch\u00fcler unerwartet derartige Gewalttaten ver\u00fcben. Nach dem CHS-Gewaltverbrechen konzentrierte man sich daher vorwiegend auf Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen wie das Installieren von Sicherheitskameras und Metalldetektoren sowie die verst\u00e4rkte Pr\u00e4senz von Sicherheitskr\u00e4ften an Schulen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Auch f\u00fcr die Musik- und Filmindustrie hatte das Verbrechen von Littleton Auswirkungen. Der Titel des US-Spielfilms Killing Mrs. Tingle (\u201eT\u00f6tet Frau Tingle\u201d), der kurz nach dem Schulmassaker ver\u00f6ffentlicht wurde, erhielt kurzfristig den alternativen Titel Teaching Mrs. Tingle (sinngem\u00e4\u00df \u201eErzieht Frau Tingle\u201d). Mit der Waffenpolitik und dem Problem der zunehmenden Gewalt an Schulen setzten sich inhaltlich insbesondere Michael Moores Dokumentation Bowling for Columbine wie auch der Spielfilm Elephant von Gus Van Sant auseinander.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Der stark f\u00fcr seine Liedtexte kritisierte Marilyn Manson sah sich gezwungen, mehrere Konzerte abzusagen und thematisierte das Massaker ein Jahr sp\u00e4ter mit seinem f\u00fcnften Album Holy Wood \u2013 In The Shadow Of The Valley Of Death, indem er vor allem die Problematik der amerikanischen Politik und der Waffenlobby ansprach. Auf die Geschehnisse des 20. April ging die Musikgruppe Nightwish auf ihrem Album Wishmaster unmittelbar ein. Mit dem Song The Kinslayer beschrieb sie m\u00f6gliche Empfindungen der beiden Attent\u00e4ter. Auf den angeblichen M\u00e4rtyrertod von Rachel Scott und Cassie Bernall sowie auf Glaubensfragen ging dagegen die texanische Band Flyleaf ein, die mit dem Song Cassie die letzten Minuten der beiden Sch\u00fclerinnen zu beschreiben versuchte.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">We are Columbine:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Nach dem Schulmassaker zogen die Sch\u00fcler der Columbine High School f\u00fcr die verbleibende Zeit des Schuljahres in die nahegelegene Chatfield High School um. In den folgenden Wochen entstanden Diskussionsrunden zwischen mittelbar und unmittelbar Betroffenen, in denen gemeinsam das Erlebte verarbeitet werden sollte. Viele erkl\u00e4rten sich mit den Hinterbliebenen der Opfer solidarisch und so entstand die Initiative We are Columbine (\u201eWir sind Columbine\u201c). Jedoch nicht jeder hatte in den folgenden Monaten daf\u00fcr Verst\u00e4ndnis, dass auch vollkommen Unbeteiligte diesen Slogan auf T-Shirts, auf Stickern oder als Aufkleber an Autos benutzten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Unterdessen wurden an der Columbine High School die Holzbretter von den Fenstern der Schulbibliothek wieder abgenommen, die \u00fcber Wochen sehr eindringlich an die Sch\u00fcsse erinnert hatten. In der Schule wurden Einschussl\u00f6cher verputzt und W\u00e4nde neu gestrichen. Der Signalton des Feueralarms, der am 20. April stundenlang geschellt hatte, wurde ebenfalls ge\u00e4ndert, um den Sch\u00fclern ein fortw\u00e4hrendes Wiedererleben der Ereignisse zu ersparen. Die urspr\u00fcngliche Bibliothek wurde vollst\u00e4ndig entfernt; die darunter liegende neu eingerichtete Cafeteria erstreckt sich nun \u00fcber zwei Stockwerke.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Am 16. August 1999 kehrten die Sch\u00fcler der Columbine High an ihre Schule zur\u00fcck. Der Wiederer\u00f6ffnung ging eine Veranstaltung unter dem Motto Null Toleranz f\u00fcr Intoleranz voraus, an der etwa 2.000 Menschen teilnahmen. Unter den Anwesenden waren nicht nur \u00c4rzte f\u00fcr die psychologische Betreuung, sondern auch Ersatzlehrer, f\u00fcr den Fall dass einzelne regul\u00e4re Lehrer der Schule den Unterricht nicht durchstehen w\u00fcrden.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Eltern der Attent\u00e4ter:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Tom und Sue Klebold, die Eltern von Dylan, \u00e4u\u00dferten sich erst f\u00fcnf Jahre nach dem Attentat in der \u00d6ffentlichkeit und l\u00f6sten dadurch bei betroffenen Eltern Emp\u00f6rung aus. Die Mutter wehrte sich gegen den Vorwurf, die Tat sei mit der Erziehung ihres Sohnes in Verbindung zu bringen. Don Fleming, Vater der ermordeten Kelly, \u00e4u\u00dferte dementgegen den Verdacht, dass weder die Harris&#8216; noch die Klebolds am Leben ihrer S\u00f6hne interessiert gewesen w\u00e4ren und deren polizeiliche Verwicklungen ignoriert h\u00e4tten. Klebolds Eltern bedauerten zwar, eventuelle Warnsignale nicht erkannt zu haben, widersprachen aber der Anschuldigung, etwas falsch gemacht zu haben. Al und Phyllis Velasquez, die Eltern des get\u00f6teten Kyle, kritisierten diese Art der Ablehnung von Schuld und bezeichneten die gemachten Aussagen als hilflos. Die Flemings und Velasquez\u2019 waren zwei von f\u00fcnf Familien, die vor Gericht gingen, um die Eltern der Attent\u00e4ter zur Rechenschaft zu ziehen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Allerdings teilen nicht alle Angeh\u00f6rigen der Opfer diese Meinung. Beth Nimmo, die Mutter der get\u00f6teten Rachel Scott, machte in einem Interview deutlich, dass sie ausschlie\u00dflich Eric und Dylan f\u00fcr die Tat verantwortlich mache. Sie beide seien diejenigen gewesen, die sich die Gewalttat ausgedacht und letztendlich auch allein ausgef\u00fchrt h\u00e4tten. Ferner k\u00f6nne sie sich nicht vorstellen, dass es auff\u00e4llige Verhaltensweisen gegeben h\u00e4tte, die die Eltern bemerken und auf diese Weise etwas h\u00e4tten verhindern k\u00f6nnen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Columbine-Legenden<\/strong><\/span><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>:<\/strong><\/span><br \/>\n<strong><span style=\"color: #333333;\"> Mythos M\u00e4rtyrertod<\/span><\/strong><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Der M\u00e4rtyrertod von Rachel Scott ist umstritten und l\u00e4sst sich mangels Zeugen nicht mehr kl\u00e4ren; der von Cassie Bernall ist dagegen widerlegt. Angeblich fragte Harris bei den Sch\u00fcssen in der Bibliothek in den Raum, ob jemand an Gott glaube. Bernall habe das laut bejaht und gesagt, dass Gott auch Harris liebe, worauf ihr dieser mit den Worten \u201eEs gibt keinen Gott\u201c in den Kopf geschossen haben soll. Andere Mitsch\u00fcler berichteten, dass Harris ihr die Waffe an die Schl\u00e4fe hielt und gezielt die Glaubensfrage an sie richtete. Als sie diese bejahte, habe Harris abgedr\u00fcckt.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Patricia Nielson, die Lehrerin, die die Polizei verst\u00e4ndigte, hatte kurz vor dem Eintreffen der beiden Amokl\u00e4ufer den H\u00f6rer nur fallen lassen und somit die Verbindung zur Polizei-Zentrale weiter aufrechterhalten. Die Tonbandmitschnitte best\u00e4tigten einen solchen Dialog zwischen Harris und Bernall allerdings nicht. Vielmehr stellte sich heraus, dass eines der \u00fcberlebenden Opfer, Valeen Schnurr, laut \u201eOh mein Gott, oh mein Gott\u201c gerufen hatte, als sie durch Sch\u00fcsse verletzt wurde und neben ihr die beiden Mitsch\u00fclerinnen Lauren Townsend (18) und Kelly Fleming (16) t\u00f6dlich verletzt zusammensackten. Beim Nachladen des Gewehrs schaute einer der beiden Sch\u00fctzen sie ungl\u00e4ubig an und fragte, ob sie etwa an Gott glaube, was sie z\u00f6gernd bejahte. Ob und wie die beiden Todessch\u00fctzen darauf reagierten, ist nicht bekannt. Die Sch\u00fclerin aber wurde nicht mehr angegriffen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Dass es zwischen Bernall und Harris zu keinem verbalen Austausch kam, wurde auch von ihrer Mitsch\u00fclerin Emily Wyant bezeugt, die sich zum Zeitpunkt der Tat unter einem benachbarten Tisch versteckte und als einzige Blickkontakt mit Cassie Bernall gehabt hatte. Laut ihrer Aussage h\u00e4tten sie sich beide angeschaut, und kurz darauf habe Emily Cassies letzte Worte wahrgenommen: \u201eLieber Gott. Lieber Gott. Warum passiert das? Ich will nur nach Hause.\u201c Daraufhin habe Eric Harris sich vor ihrem Tisch hingekniet, \u201ePeek-a-boo!\u201c gerufen und sie ohne weitere Worte erschossen. Craig Scott, Bruder der get\u00f6teten Rachel, blieb dagegen bei seiner Aussage, dass er klar und deutlich die Stimme von Cassie Bernall geh\u00f6rt habe. Er wurde daher von der Polizei gebeten, auf den Tisch zu zeigen, von wo aus er glaubte, jenes Gespr\u00e4ch geh\u00f6rt zu haben. Dabei zeigte er auf den Tisch, unter dem Valeen Schnurr gehockt hatte. Cassie Bernall starb jedoch unter einem Tisch in genau entgegengesetzter Richtung hinter ihm.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Unbeeindruckt von den Aussagen von Emily Wyant ver\u00f6ffentlichte die Mutter von Cassie, Misty Bernall, sp\u00e4ter ein Buch \u00fcber den angeblichen M\u00e4rtyrertod ihrer Tochter, der es auf die Bestseller-Liste schaffte: She Said Yes (Sie sagte Ja). Auch Beth Nimmo und Darrell Scott, die Eltern von Rachel Scott, glaubten fest an den M\u00e4rtyrertod ihrer Tochter und er\u00f6ffneten eine kommerzielle Website, auf der sie B\u00fccher wie Rachel\u2019s Tears (\u201eRachels Tr\u00e4nen\u201c) verkaufen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Mord oder Unfall:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Lange Zeit hielt sich hartn\u00e4ckig das Ger\u00fccht, dass Daniel Rohrbough nicht von einem der beiden Amokl\u00e4ufer get\u00f6tet, sondern versehentlich von einem Polizeibeamten getroffen worden war. Im Mai 2000 ver\u00f6ffentlichte die Verwaltung von Jefferson in ihrem offiziellen Untersuchungsbericht, dass Rohrbough zuerst von Eric Harris getroffen, dann aber von Dylan Klebold aus k\u00fcrzester Distanz gezielt get\u00f6tet wurde. Die Eltern bezweifelten diesen Bericht, der in ihren Augen widerspr\u00fcchlich war. Die einzige der drei wiedergefundenen Kugeln, die ihren Sohn trafen, stamme aus einer Waffe, die Eric Harris benutzt habe. Ferner wurde bekannt, dass auf der Kleidung von Rohrbough keine Schie\u00dfpulverpartikel gefunden worden waren. Der erste Polizist vor Ort, Dan O&#8217;Shea, wurde von den Rohrboughs verd\u00e4chtigt, im allgemeinen Durcheinander versehentlich auf ihren Sohn geschossen zu haben.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Vor Gericht behauptete die Familie im April 2000, dass ein Polizeibeamter und nicht Harris oder Klebold die Kugel abgefeuert h\u00e4tte, die ihren Sohn t\u00f6tete. Als danach der Name Dan O&#8217;Shea ins Gespr\u00e4ch gebracht wurde, ordnete die Verwaltung von Jefferson eine unabh\u00e4ngige Untersuchung an, die der benachbarte Verwaltungsbezirk El Paso County leitete. Dieser wies die Ergebnisse des Berichts von Jefferson County im April 2002 zur\u00fcck und benannte Eric Harris als den M\u00f6rder von Daniel Rohrbough. Die Bezirksverwaltung von Jefferson war dadurch blo\u00dfgestellt, deren Polizeibeamter aber entlastet. Die Familie bat den Polizisten danach um ein Treffen, um sich bei ihm f\u00fcr die falschen Anschuldigungen zu entschuldigen, was dieser ablehnte.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Nach dem Massaker entstand nahe der Schule ein Denkmal mit 15 gro\u00dfen Kreuzen, die mahnend an das Verbrechen an der Columbine High School erinnern sollten. Von emp\u00f6rten Eltern wurden zwei der 15 Kreuze niedergerissen, da diese f\u00fcr Harris und Klebold aufgestellt worden waren.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Grundsteinlegung f\u00fcr ein dauerhaftes Denkmal zum 5. Jahrestag des Amoklaufs musste abgesagt werden, da zu diesem Zeitpunkt anstatt der erforderlichen 2,5 Mio US-Dollar erst 600.000 Dollar zur Verf\u00fcgung standen. Am 16. Juni 2006 wurde dann in Anwesenheit des ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Bill Clinton in einer feierlichen Zeremonie im Clement Park der Grundstein f\u00fcr das Columbine Memorial gelegt. Die Gedenkst\u00e4tte wurde am 21. September 2007 eingeweiht.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amoklauf_an_der_Columbine_High_School\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\nQuelle: Wikipedia<\/span><\/a><\/span><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Der Amoklauf an der Columbine High School wurde am 20. April 1999 von zwei Sch\u00fclern der Columbine High School in Columbine, einem gemeindefreien Ort nahe Denver und Littleton im US-Bundesstaat Colorado, ver\u00fcbt. Eric Harris (18) und Dylan Klebold (17) ermordeten dabei zw\u00f6lf Sch\u00fcler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. 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