{"id":10504,"date":"2014-02-05T11:30:42","date_gmt":"2014-02-05T10:30:42","guid":{"rendered":"http:\/\/fdb.fjon.de\/?p=10504"},"modified":"2016-07-21T08:28:35","modified_gmt":"2016-07-21T06:28:35","slug":"parada-2011","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fdb.fjon.de\/?p=10504","title":{"rendered":"Parada (2011)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"?tag=divx\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-37804\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/divx0.jpg\" alt=\"divx0\" width=\"51\" height=\"51\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"?tag=fsk12\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-37797\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/120.jpg\" alt=\"120\" width=\"51\" height=\"51\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.schnittberichte.com\/svds.php?Page=Titel&amp;ID=30028\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-37806\" src=\"http:\/\/fdb.fjon.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/sb0.jpg\" alt=\"sb0\" width=\"51\" height=\"51\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">[imdb id=&#8220;tt1784575&#8243;]<\/p>\n<table id=\"table1\" style=\"width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"justify\" valign=\"top\" width=\"320\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" style=\"border: 0px;\" src=\"http:\/\/www.moviepilot.de\/files\/images\/0803\/2028\/poster.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"452\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td style=\"text-align: justify; width: 320px; vertical-align: top;\" align=\"justify\" valign=\"top\" width=\"320\">Limun (Nikola Kojo), fr\u00fcher Soldat und Gangster, leitet heute eine eigene Firma f\u00fcr Personenschutz in Zagreb und lebt immer noch nach der Maxime, sich notfalls mit der Waffe Respekt zu verschaffen. Nur seine Verlobte (Natasa Markovic) hat ihn im Griff und diese m\u00f6chte ihre Hochzeit richtig planen lassen. Nur widerwillig l\u00e4sst sich Limun darauf ein, bis er erf\u00e4hrt, das der Hochzeitsplaner nicht nur schwul ist, sondern auch noch mit dem Tierarzt Radmilo (Milos Samolov) zusammen lebt, der gerade seinem geliebten Hund nach einer Schussverletzung das Leben gerettet hatte. Mit Homosexuellen will der homophobe Limun nichts zu tun haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: x-large;\"><!--more--><\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: x-large;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.moviepilot.de\/files\/images\/0803\/2028\/poster.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"905\" border=\"0\" \/><\/span><\/p>\n<p id=\"blogvision\" style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" style=\"width: 640px; height: 360px;\" src=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/_video\/iblogvision.aspx?cmedia=19370691\" width=\"320\" height=\"240\" frameborder=\"0\"><\/iframe><a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/201688\/trailer\/19370691.html\"><b><br \/>\n<\/b><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/dlpLobltvRw\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/8a8xFXH8RTM\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Inhalt:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Limun (Nikola Kojo), fr\u00fcher Soldat und Gangster, leitet heute eine eigene Firma f\u00fcr Personenschutz in Zagreb und lebt immer noch nach der Maxime, sich notfalls mit der Waffe Respekt zu verschaffen. Nur seine Verlobte (Natasa Markovic) hat ihn im Griff und diese m\u00f6chte ihre Hochzeit richtig planen lassen. Nur widerwillig l\u00e4sst sich Limun darauf ein, bis er erf\u00e4hrt, das der Hochzeitsplaner nicht nur schwul ist, sondern auch noch mit dem Tierarzt Radmilo (Milos Samolov) zusammen lebt, der gerade seinem geliebten Hund nach einer Schussverletzung das Leben gerettet hatte. Mit Homosexuellen will der homophobe Limun nichts zu tun haben.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Doch f\u00fcr seine Verlobte tut er alles, aber als diese von ihm verlangt, ausgerechnet die erste Schwulenparade in Belgrad zu sch\u00fctzen als Gegenleistung f\u00fcr die Hochzeitsplanung, wei\u00df er auch nicht mehr weiter. Zwar l\u00e4sst er sich darauf ein, aber in Belgrad lassen ihn selbst seine besten Freunde im Stich, die nichts mit Schwulen zu tun haben wollen und ihn offen anfeinden. Notgedrungen muss er sich Verb\u00fcndete von au\u00dferhalb besorgen, wobei Radmilo ihn mit dessem rosa Mini in die Nachbarl\u00e4nder chauffiert&#8230;<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\nParada (serbisch ?????? Parada) ist ein Spielfilm aus dem Jahre 2011. Regie bei dieser serbisch-kroatisch-slowenisch-mazedonisch-montenegrinischen Koproduktion f\u00fchrte der Serbe Sr?an Dragojevi?, der auch das Drehbuch verfasste. Der Film befasst sich mit LGBT-Rechten im ehemaligen Jugoslawien und wurde als Tragikom\u00f6die umgesetzt. Deutscher Kinostart war der 13. September 2012.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Handlung:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Der Tierarzt Radmilo und der Theaterregisseur Mirko, der derzeit als Hochzeitsplaner t\u00e4tig ist, sind ein junges, in Belgrad ans\u00e4ssiges schwules Paar. Die beiden f\u00fchren eine ruhige Beziehung, m\u00fcssen jedoch t\u00e4glich mit Diskriminierungen durch die homophobe Mehrheit der Bev\u00f6lkerung fertig werden. Da sich Mirko mit dieser Situation nicht abfinden kann und will, engagiert er sich als Aktivist f\u00fcr LGBT-Rechte in der Gruppe NGO-Tolerance. Diese plant eine Gay Pride Parade in Belgrad. Radmilo ist zwar nicht grunds\u00e4tzlich gegen Mirkos Engagement, f\u00fcrchtet aber die potentiellen Auswirkungen, welche sein \u00f6ffentliches Wirken hervorrufen kann. Erste Drohungen von Neonazis sind bereits eingegangen. Dies sorgt f\u00fcr Spannungen in der Beziehung.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Micky Limun hingegen ist ein Kriegsveteran und ehemaliger Krimineller, dem nur zwei Dinge im Leben heilig sind \u2013 seine Verlobte Pearl (im Original \u201eBiserka\u201c), eine ehemalige Stripperin und seine Englische Bulldogge Sugar (im Original \u201e\u0160e?er\u201c). Nach den Balkankriegen hat er eine Judoschule er\u00f6ffnet und betreibt nebenbei einen Sicherheitsdienst, der bislang f\u00fcr Politiker und Prominente aus dem Showbusiness t\u00e4tig war.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Als eines Tages Sugar angeschossen wird, muss Radmilo sie in seiner Tieraztpraxis behandeln, wobei ihm Limun mit dem Tode droht, falls Sugar nicht \u00fcberlebt. W\u00e4hrenddessen l\u00e4sst sich Pearl von Mirko, bez\u00fcglich der bevorstehenden Hochzeit, mit Limun, beraten. Im Laufe der Beratung treffen auch Limun und Radmilo unabh\u00e4ngig voneinander ein und es kommt zu einer Konfrontation, bei der Mirko verletzt wird. Pearl, die liberal eingestellt ist, reagiert zornig und entt\u00e4uscht \u00fcber das Verhalten ihres Verlobten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Da Mirko klar ist, dass die Drohungen der Hooligans und Neonazis ernstzunehmen sind, wendet er sich mit seiner Gefolgschaft an die Belgrader Polizei, um dort Unterst\u00fctzung zu erbitten. Dort weist Polizeiinspektor Kecman seine Bitte zur\u00fcck. Radmilo wei\u00df sich nicht anders zu helfen und sucht ohne Mirkos Wissen Limun auf, um dessen Sicherheitsdienst zu beauftragen. Der homophobe Limun macht ihm deutlich klar, dass er den Auftrag nicht annimmt. Nachdem jedoch Pearl von der Angelegenheit erf\u00e4hrt, stellt sie Limun ein Ultimatum: entweder er nimmt den Auftrag an, oder die Hochzeit wird abgesagt. Da Limun Pearl nicht verlieren will, sagt er widerwillig zu. Seine Angestellten sind jedoch ebenso h\u00f6chst homophob und quittieren den Dienst, nachdem sie vom neuen Auftrag erfahren. Nach einigen \u00dcberlegungen, f\u00e4llt ihm eine letzte M\u00f6glichkeit ein. Er reist nach Kroatien, Bosnien und Herzegowina und in den Kosovo, um alte Kriegsgef\u00e4hrten um Unterst\u00fctzung zu bitten. In Gedenken an alte Zeiten sagen diese dem Freund Hilfe zu.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Weil die Niederlassung der NGO-Tolerance zum wiederholten Male mit Molotowcocktails angegriffen wurde, l\u00e4dt Pearl einige der Aktivisten zu sich nachhause ein. Im Laufe des Geschehens freunden sich Limun und Radmilo, welcher ihn auf seinen Reisen begleitet, an. Limun zeigt Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die schwierige Lebenslage der LGBT-Bev\u00f6lkerung in Serbien.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Limun ist bewusst, dass seine kleine Truppe aus Kriegsveteranen und LGBT-Aktivisten den Hooligans und Neonazis hoffnungslos unterlegen ist. Aus diesem Grund sucht er seinen Sohn Vuk, aus erster Ehe, auf, welcher einer Neonaziorganisation angeh\u00f6rt und bietet ihm Geld, um ihn und seine Mitstreiter dazu zu bewegen, die Gay Pride Parade nicht zu attackieren. Das Gespr\u00e4ch eskaliert schnell und Limuns Ex-Frau Tamara wirft ihn aus der Wohnung. Auch Polizeiinspektor Kecman, ein alter Bekannter aus den Reihen der Belgrader Polizei, verlacht Limun h\u00e4misch, als dieser ihn um Unterst\u00fctzung bittet. Limun kann sich nicht beherrschen und wird handgreiflich, woraufhin er von brutalen Schl\u00e4gern krankenhausreif gepr\u00fcgelt wird.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Am Tag der Belgrader Gay Pride Parade sieht sich Limun, mit den LGBT-Aktivisten, Kriegsveteranen und der hinzugesto\u00dfenen Pearl, einer \u00dcberzahl von Hooligans und Neonazis sowie seinem Sohn Vuk gegen\u00fcber. Einige der Aktivisten verlieren den Mut und verlassen die Parade. Mirko ergreift das Wort und h\u00e4lt eine ber\u00fchrende Ansprache, die zahlreiche Aktivisten bewegt zu bleiben. Es kommt dennoch zum erbitterten Kampf, in welchem Vuk \u00fcberraschend mit seinem Vater auf der Seite der LGBT-Aktivisten k\u00e4mpft. Unerwartet wird der Tumult von einer heranr\u00fcckenden Spezialeinheit der Belgrader Polizei, vor der die Hooligans und Neonazis fliehen, beendet. Limuns alter Bekannter, Polizeiinspektor Kecman, kam doch noch. Allerdings zu sp\u00e4t, denn Mirko erliegt noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Ein Jahr sp\u00e4ter marschiert die Gay Pride Parade durch Belgrad, bewacht von unz\u00e4hligen Polizisten. Mit dabei sind Radmilo, Pearl, Limun, die Aktivisten sowie die Kriegsveteranen. Da Mirkos Traum von der Belgrader Parade nun wahr geworden ist, streut Radmilo Mirkos Asche w\u00e4hrend der Parade in den Wind.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Hintergrund:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">F\u00fcr Dragojevi?, der mit Lepa sela, lepo gore (engl. Titel: Pretty Village, Pretty Flame\/dt. Titel: D\u00f6rfer in Flammen) und Rane (engl. Titel: The Wounds) bereits einige Kultfilme im ex-jugoslawischen Kulturkreis gedreht hat, war Parada der siebte Film.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Idee zu Parada kam ihm 2001, nachdem er zornig die Berichterstattungen, \u00fcber die Gewaltausschreitungen auf der ersten serbischen Gay Pride im Fernsehen sah. Erste Entw\u00fcrfe des Drehbuches schrieb er 2004, um es 2007 zu vervollst\u00e4ndigen. Zu diesem Zeitpunkt war er sich noch nicht sicher, in welches Genre er das Drehbuch betten m\u00f6chte. Er entschloss sich f\u00fcr eine politisch unkorrekte Kom\u00f6die, wie er sagt und \u00fcberarbeitete das Drehbuch nochmals 2008. Dragojevi? gibt an, seinen Film bewusst nicht als Arthouse-Drama inszeniert zu haben, da er sich nicht an liberale Menschen richtet, sondern an den homophoben Durchschnittsb\u00fcrger, welchen man, seiner Auffassung nach, mit einem hermetischen Kunstfilm nicht erreicht, sondern mit Unterhaltung.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Dreharbeiten fanden zwischen September 2010 und M\u00e4rz 2011 statt. Gefilmt wurde unter anderem in Belgrad, Pag, Rab, Obrovac und Bitola.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Produktionskosten betrugen 1,3 Millionen Euro, w\u00e4hrend die Einnahmen allein im ex-jugoslawischen Raum, 4,0 Millionen Euro betrugen. Mitfinanziert wurde der Film vom European Council&#8217;s Eurimages fund, dem Croatian Audio-Visual Center (HAVC), dem Serbischen Kultusministerium, dem Slowenischen Kultusministerium, dem Mazedonischen Kultusministerium, dem Montenegrinischen Kultusministerium, den Botschaften Deutschlands, der Niederlande, Frankreichs (jeweils in Belgrad) und den serbischen Unternehmen Dunav Osiguranje, Prva Srpska Televizija sowie Serbia Broadband (SBB). Dragojevi? beklagte, unz\u00e4hlige Unternehmen h\u00e4tten abgelehnt einen Film mit LGBT-Thematik zu unterst\u00fctzen.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Die Schlussszene wurde auf der wirklichen Belgrader Gay Pride 2010 gefilmt. Oft kritisiert wurde die Tatsache, dass im gesamten Film kein einziger Kuss zwischen dem schwulen Paar zu sehen ist. Dragojevi? erkl\u00e4rt dazu, er h\u00e4tte vermeiden wollen, dass diese Z\u00e4rtlichkeiten das einzige Gespr\u00e4chsthema sind, da sein Film eine deutlich wichtigere Botschaft vermitteln soll.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Das Filmplakat, das im ehemaligen Jugoslawien Verwendung fand, zeigt eine abgewandelte Darstellung von Michelangelos Die Erschaffung Adams (bei welcher Gottes Hand die Hand Adams ber\u00fchrt). Auf dem Filmplakat ist dagegen ein Stinkefinger (Phallussymbol) sowie eine Hand, die das Scherensymbol zeigt, abgebildet. Das Plakat wurde in zwei Versionen ver\u00f6ffentlicht. Bei dem im ehemaligen Jugoslawien verwendeten Plakat werden beim Stinkefinger Zeige- und Ringfinger geknickt, w\u00e4hrend bei dem auf internationalen Festivals verwendeten Plakat die restlichen Finger zur Faust geballt werden.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Trotz des f\u00fcr s\u00fcdost- und osteurop\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse schwierigen Plots, um Homophobie und Nationalismus, war Parada im gesamten ehemaligen Jugoslawien ein gro\u00dfer Erfolg. Insgesamt sahen den Film fast 600 000 Zuschauer, was angesichts der demografischen Gegebenheiten, der teilweise d\u00fcnnen Kinodichte, z.B. in Bosnien und Herzegowina sowie Mazedonien, aber auch illegalen Vertrieb durch Raubkopien und Internetdownloads, eine Sensation ist. Parada ist somit der meistgesehene ex-jugoslawische Film seit dem Auseinanderbrechen des sozialistischen Jugoslawien. Im Film finden auch zwei jugoslawische Evergreens Verwendung. Zum einen Tvoja barka mala, von Ljupka Dimitrovska sowie Ne mo\u017ee nam niko ni\u0161ta, von Mitar Miri?. Dragojevi?, welcher sich als Jugoslawe versteht, wertet es als \u00e4u\u00dferst positiv, dass Parada in allen ex-jugoslawischen Republiken gleicherma\u00dfen erfolgreich ist und hebt hervor, in der Kooperation sei der Schl\u00fcssel des Erfolges.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Dragojevi? rechnete in Kroatien mit zwischen 30 000 und 40 000 Zuschauern. Nach dem guten Start prognostizierte der Filmverleih 60 000, was mehr ist, als f\u00fcr gew\u00f6hnlich alle kroatischen Filme zusammen erreichen. Das Endergebnis waren 163 227 Zuschauer, was Parada zum erfolgreichsten serbischen Film nach dem Krieg macht und zum zweiterfolgreichsten Film in Kroatien \u00fcberhaupt, nach Kako je po?eo rat na mom otoku (engl. Titel: How the War Started on My Island).<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">In Serbien wurden vom Bildungsministerium Projektionen f\u00fcr Schulen bef\u00fcrwortet. Lehrkr\u00e4fte sollten im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts mit ihren Klassen Vorstellungen besuchen und anschlie\u00dfend im Unterricht konstruktiv \u00fcber den Inhalt diskutieren. Diesbez\u00fcglich fanden kostenlose Vorabprojektionen f\u00fcr Bildungspersonal statt. Im kroatischen Dubrovnik wurde der Film von der Katholischen Kirche verboten.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Parada war in der engeren Auswahl, als serbischer Kandidat, f\u00fcr den Auslands-Oscar. Die Wahl fiel jedoch auf den Film Kad svane dan (engl. Titel: When Day Breaks), von Goran Paskaljevi?.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">In Deutschland waren die Pressestimmen \u00fcberwiegend positiv. Als besonders erfreulich sah Dragojevi? den Umstand, dass sein Film auf der Berlinale drei Preise, von recht unterschiedlichen Lagern erhielt. Sowohl die Kirchenvertreter, als auch die LGBT-Community bedachten sein Werk mit Anerkennung und Preisen. Der Film wurde bundesweit von insgesamt 45 Kinos ins Programm aufgenommen, wobei es sich vorzugsweise um Arthouse-Kinos handelte. Nach dem ersten Wochenende war Parada auf Platz 4 der Arthouse Charts der AG Kino-Gilde. Damit war Parada der h\u00f6chste Neueinstieg und lie\u00df Filme wie Wir wollten aufs Meer, oder Das gr\u00fcne Wunder \u2013 Unser Wald hinter sich. Nach dem zweiten Wochende befand er sich auf dem 6. Platz, nach dem Dritten verschwand er aus den Top Ten der Arthouse Charts in Deutschland. Von den damals gleichzeitig gestarteten Filmen befand sich nur noch Das gr\u00fcne Wunder \u2013 Unser Wald darin.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">In \u00d6sterreich lief der Film am 1. M\u00e4rz 2012 an und in der Schweiz am 24. Juli 2012. Bis September 2012 wurde Parada in 21 L\u00e4nder, f\u00fcr die Kinodistribution, verkauft.<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Kritiken:<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eManchmal muss Humor so durchgeknallt sein wie die Realit\u00e4t, die er widerspiegelt. Parada ist ein irrwitziges Meisterst\u00fcck. [\u2026] Parada ist witzig, charmant, intelligent und vor allem gepr\u00e4gt von Menschenliebe. Dabei spielt der Film vor allem mit der Strategie, Gemeinsamkeiten in Menschen zu finden, die unterschiedlicher nicht sein k\u00f6nnten. Doch aufgepasst. So humorig es auch wird, der Film bleibt trotz allem in der Realit\u00e4t verhaftet und die ist in Serbien eine noch immer sehr grausame.\u201c Beatrice Behn: Siegess\u00e4ule<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201e[\u2026] mischt Dragojevic munter Elemente aus Road- und Buddymovie, Screwball-Kom\u00f6die und Culture-Clash zu einem gem\u00fctlichen, schwarzhumorigen Treiben zusammen, dessen Personal extreme Karikaturen sind, die man aber doch ernst nehmen soll (was gar nicht so einfach ist). Gen\u00fcsslich \u00fcberf\u00fchrt er Machos der Heuchelei, markiert nicht nur in \u201eBen Hur\u201c homoerotische M\u00e4nnlichkeitsrituale und entlarvt die wahren Feiglinge, sobald das Himmelfahrtskommando \u2013 die glorreichen Sieben gegen 2000 Hooligans \u2013 ausr\u00fcckt. [\u2026] \u201eParada\u201c mag mit der Vers\u00f6hnung ehemaliger Feinde und einem zaghaften moralischen Wandel eine dicke Message transportieren \u2013 ist aber ein Pamphlet, das tats\u00e4chlich wirkt und jeden seiner Festival-Preise redlich verdient hat.&#8220; Kino.de<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eParada ist eine respektlose Parodie und nimmt auf ganz wunderbare Weise alles und jeden auf den Arm. Grenz\u00fcberschreitungen werden dabei in jeglicher Hinsicht zum kom\u00f6diantischen Prinzip. [\u2026] Parada arbeitet ganz nach parodistischem Prinzip mit allerhand verschiedener Stereotypen. Genauer gesagt besteht Dragojevi?s Anliegen darin, ohne jegliches Moralisieren mit Hilfe dieser Stereotypen \u00fcber die Ebene des Stereotypischen hinaus zu kommen. Sicher, er ben\u00f6tigt dazu die Klischees, aus denen sich Stereotypen zusammensetzen, um damit an die Erwartungen des \u201edurchschnitts-homophoben Zuschauers\u201c (Dragojevi?) zu appellieren, die er anschlie\u00dfend \u00fcberraschend d\u00fcpiert. Das Mittel hierzu ist eine \u00fcbersteigerte Verzerrung in der Inszenierung. Einer allzu tragischen Wirklichkeit und dem immensen Bollwerk des Machismo der Balkanregion kommt man in diesem Fall mit \u00dcbertreibung viel n\u00e4her als mit abbildendem Realismus. [\u2026] Noch mehr des Lobes: Parada versteckt sich nicht hinter dem eigenen Humor, indem er konstant auf der lustigen Ebene verbleibt. Gegen Ende h\u00e4lt die tragische Realit\u00e4t Einzug in den Film.\u201c Stephan Langer: kino-zeit.de<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eIm fetzigen Stil eines Kusturica hat Dragojevic hier eine Kom\u00f6die hingepfeffert, die es in sich hat. Sie ist lustig und derb zugleich, reichlich grob, dazu \u00fcberspitzt, aber originell und temporeich, keine Sekunde langweilig. Und dabei bleibt es keineswegs. Denn zwei wichtige ethische Gesichtspunkte und Forderungen sind mit hineinverwoben. Erstens wird, geschickt serviert, f\u00fcr unbedingte Toleranz zugunsten der Homosexuellen geworben, zweitens die l\u00e4ngst und dringend n\u00f6tige Verst\u00e4ndigung zwischen den Balkanv\u00f6lkern angemahnt, die sich nach zehn Jahren tats\u00e4chlich langsam anbahnt (allerdings nicht bei allen). Sehr lebhafte, ganz sch\u00f6n originelle und bedenkenswerte serbische Tragikom\u00f6die \u00fcber zwei akute Probleme der Balkanv\u00f6lker.&#8220; Thomas Engel: Programmkino.de<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eGanz dem typisch \u00fcberdrehten Balkan-Kino folgend, erz\u00e4hlt Dragojevic diese Geschichte mit viel Klamauk und Situationskomik. Wie ernst der reale Hintergrund des Films ist wird dabei allerdings nie vergessen und sorgt f\u00fcr die Balance zwischen Kom\u00f6die und Drama, die \u201eParada\u201c erst wirklich bemerkenswert macht. [\u2026] Indem sich Dragojevic \u00fcber die Marotten und Vorurteile aller Beteiligten lustig macht, schafft er es Klischees gleichzeitig zu benutzen und zu unterlaufen. Dass die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung auf dem Balkan in Wirklichkeit nicht ganz so einfach abl\u00e4uft, wie in der Phantasie dieses Films liegt auf der Hand. Zwar fand die Gay Pride Parade 2010 statt, doch wie in den Schlusstiteln zu lesen ist, mussten die wenigen hundert Demonstranten von 5000 Polizisten besch\u00fctzt werden. Und auch an den tagt\u00e4glichen Angriffen auf Homosexuelle hat sich nichts ge\u00e4ndert. Doch dass \u201eParada\u201c auf dem Balkan ein solcher Erfolg war, macht Hoffnung und l\u00e4sst Srdjan Dragojevics Film umso wichtiger erscheinen.\u201c Michael Meyns: Programmkino.de<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eMit satirischer Sch\u00e4rfe nimmt Regisseur Srdjan Dragojevic die Machokultur und die Homophobie im ehemaligen Jugoslawien aufs Korn. Schade nur, dass er seine respektlose Geschichte am Ende in Melodramatik ertr\u00e4nkt. Erfrischend derbe Balkansatire mit einem verungl\u00fcckten Finale.\u201c Cinema<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">\u201eW\u00e4hrend der Film \u00fcber die gesamte Spielzeit einen humorvollen Charakter an den Tag legt und neben dem Aufr\u00e4umen mit Vorurteilen auch die Kriege im Balkan durch gezielt bissige Spr\u00fcche ins L\u00e4cherliche ziehen will, hat das Ende einen so dramatischen Ansatz, dass er irgendwie nicht zum bisherigen Verlauf passen m\u00f6chte. [\u2026] Das unpassende Ende wirkt aufgesetzt, herbeigesehnt und in seiner Intention nicht wirklich schl\u00fcssig. [\u2026] Weder Fisch noch Fleisch. Ein so wichtiges Thema wie die homophobe Grundeinstellung in den Balkanstaaten braucht klare Konturen. Doch Srdjan Dragojevic m\u00f6chte Kom\u00f6die und Drama verbinden, \u00fcberzeugt aber in beiden Einzelteile nicht wirklich und bringt dadurch nur einen mittelm\u00e4\u00dfigen, \u00fcberlangen und nicht sonderlich humorvollen Film auf die Kinoleinwand.\u201c Lucas Curst\u00e4dt: Spielfilm.de<\/span><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parada_%28Film%29\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #333333;\"><br \/>\nQuelle: Wikipedia<\/span><\/a><\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a0 [imdb id=&#8220;tt1784575&#8243;] Limun (Nikola Kojo), fr\u00fcher Soldat und Gangster, leitet heute eine eigene Firma f\u00fcr Personenschutz in Zagreb und lebt immer noch nach der Maxime, sich notfalls mit der Waffe Respekt zu verschaffen. Nur seine Verlobte (Natasa Markovic) hat ihn im Griff und diese m\u00f6chte ihre Hochzeit richtig planen lassen. 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